Fünfgürtelbarben – Gestreifte Gründler

Fünfgürtelbarbe im Aquarium

Bei der Fünfgürtelbarbe (vergleiche auch Flussbarbe) handelt es sich um einen etwa 5cm langen Süßwasser-Zierfisch, dessen Körper eine bräunliche Grundfarbe und 5 senkrechte, schwarze Streifen („Gürtel“) aufweist.

Wie bei Fischen häufiger zu beobachten, ist das Männchen im Allgemeinen etwas kleiner als das rundlichere Weibchen, dafür aber etwas intensiver gefärbt, vor allem die Flossen besitzen eine kräftigere Rotfärbung.




Die Farbintensität korreliert offenbar auch mit dem Stresspegel: Bei dauerhafter Blässe sollte man Ursachenforschung betreiben. Ein zu kleiner Schwarm, ungeeignete Gesellschaft, ungünstige Wasserparameter, zu wenig Versteckmöglichkeiten, aber auch falsche, beziehungsweise zu einseitige Ernährung können Auslöser für mangelndes Wohlbefinden sein.

Der ursprüngliche Lebensraum der Fünfgürtelbarbe sind die tropischen Gewässer Südostasiens, vorzugsweise halten sie sich dort in dicht bepflanzten Ufergebieten auf.

Als typische Vertreter der Familie der Karpfenfische durchwühlen sie auf der Suche nach Nahrung den Boden. Dieses Verhalten bezeichnet man als Gründeln (vergleiche auch Koi).

Entsprechend bewohnt die Fünfgürtelbarbe hauptsächlich den unteren Bereich des Aquariums, welches einen weichen, feinkörnigen Untergrund, Pflanzendickicht und Wurzeln zum Verstecken bieten sollte.

Barbus pentazona, so der wissenschaftliche Name, erreicht in menschlicher Obhut ein Alter von etwa 3 – 5 Jahren.

Als Schwarmfisch sollte die Gruppengröße mindestens 10 Individuen zählen, eine Aquariengröße von 80l sollte wegen des durchaus ausgeprägten Bewegungsdrangs nicht unterschritten werden.

Der Fünfgürtelbarbe im Schwarm

Klares, gut gefiltertes, weiches Wasser (bis 7°, auf jeden Fall aber < 12° DH Gesamthärte, < 10° Karbonathärte) mit einer Temperatur von ca. 24°C und einem leicht sauren pH von 6,5 (Torffilterung) stellen gute Bedingungen für diesen Fisch dar.

Auf Schwankungen der Wasserqualität reagiert die Fünfgürtelbarbe sehr empfindlich. Da sie ruhige Gewässer bevorzugt, kann auf eine Strömungspumpe verzichtet werden.

Im Gegensatz zu ihrer nahen Verwandten, der Sumatrabarbe (diese beknabbert hin und wieder gern die Flossen ihrer Mitbewohner), ist die Fünfgürtelbarbe ein umgänglicher, etwas scheuer Vertreter der Gürtelbarben und somit durchaus fürs Gesellschaftsbecken geeignet, Schmerlen sind beispielsweise gute Gefährten.

Der Fünfgürtelbarbe im Schwarm

Obwohl die Fünfgürtelbarbe ein Allesfresser ist, bevorzugt sie Lebendfutter (z.B. Artemia oder Pulex), aber auch Flockenfutter und pflanzliche Kost werden angenommen. Die Nachzucht stellt sich verhältnismäßig anspruchsvoll dar. Zunächst gilt es, im Gesellschaftsbecken ein geeignetes Pärchen auszuwählen.

Das Wasser im Zuchtbecken, in welches das Pärchen zu Beginn der Balz verbracht wird, muss mit mindestens 28°C deutlich wärmer sein als das des Gesellschaftsbeckens.

Es sollten sehr hohe Wasserpflanzen (bis zur Wasseroberfläche reichend) vorhanden sein, da das Weibchen seine Eier im oberen Bereich der Pflanzen ablegt.

Als Freilaicher betreibt die Fünfgürtelbarbe keine Brutpflege, sondern die Eltern müssen im Gegenteil nach dem Ablaichen zeitnah aus dem Zuchtbecken entfernt werden, da es sich um Laichräuber handelt, sprich, sie haben ihre eigenen Eier zum Fressen gern..

Nach etwas 2 Tagen schlüpfen die Nachkommen. In den ersten 5 – 6 Lebenstagen verzehren sie zunächst ihren Dottersack, um sich dann frei schwimmend auf Nahrungssuche zu begeben. Hierfür eignet sich zunächst feinstes Plankton, später erweitert man das Nahrungsspektrum z.b. um Artemia-Nauplien.

Es empfehlen sich anfangs tägliche Teilwasserwechsel, da die Jungtiere, noch mehr als die Adulten, auf reichlich Frischwasserzufuhr angewiesen sind. Ohne genügend Frischwasser ist mit großen Verlusten zu rechnen.

Zum Abschluss noch eine Geschenkidee für alle die Barben lieben:

[amazon_link asins=’B00TIEH2YQ,B000LY0TBA‘ template=’ProductCarousel‘ store=’bla-und-blubb-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’6533cefa-4a61-4243-a317-dd575e840158′]

 

Der Funkensalmler – Feurige Farbenpracht

Der Funkensalmler im Aquarium

Dieser hübsche Zierfisch gehört, wie viele andere beliebte Aquarienbewohner (z.B. Roter Neon und Neonsalmler) innerhalb der Ordnung der Salmlerartigen (der unter anderem auch der Piranha angehört) zur Familie der „Echten Salmler“.

Es handelt sich um einen klein bleibenden Süßwasserzierfisch, der verschiedene Synonyme besitzt, wie beispielsweise Feuertetra, Erdbeersalmler oder Feuersalmler.

Der Funkensalmler ist ein typischer Schwarmfisch, was bedeutet, dass erst eine Gruppengröße ab wenigstens 10 Individuen als artgemäß anzusehen ist, wobei die Weibchen zur Stressvermeidung quantitativ die Oberhand haben sollten (siehe auch Guppy).

Allgemeines zum Funkensalmler

Sein natürliches Habitat ist das Araguaia-Flussbecken im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso.




Der orange-rötlich leuchtende Körper mit der durchschimmernden Wirbelsäule erreicht eine Länge von 1,5 bis 2cm, maximal 3cm, wobei die männlichen Tiere kleiner und etwas schlanker bleiben, dafür aber meist ein wenig farbintensiver sind.

Hyphessobrycon bzw. Hemigrammus amandae, so sein wissenschaftlicher Name, eignet sich zur Haltung in Aquarien ab 60 Liter Fassungsvermögen und bietet einen herrlichen Farbkontrast zum Grün der Aquarienpflanzen.

Das natürliche Umfeld des Funkensalmlers

Er benötigt dichte, schattige Bepflanzung (beispielsweise durch großblättrige Schwimmpflanzen) mit dunklem Bodengrund, um sich sicher zu fühlen und genügend Rückzugsmöglichkeiten zu finden. Vorzugsweise hält er sich in mittlerer Höhe des Beckens auf.

Bei Temperaturen von 26°C + / – 2° liegt sein Temperaturoptimum, bei einem pH von ca. 6 fühlt er sich wohl wie ein Fisch im Wasser. Die Gesamthärte sollte 15° keinesfalls überschreiten, besser sind 2°bis 8°. Seine durchschnittliche Lebenserwartung beträgt ca. 2-3 Jahre.

Der Funkensalmler im Aquarium

Der Funkensalmler und seine Freunde

Da es sich um einen äußerst friedfertigen Allesfresser handelt (Aggressionsverhalten beobachtet man höchstens von männlichen Tieren während der Fortpflanzungszeit, in der sie ihr Revier verteidigen und jeder sich selbst der Nächste ist), sollte man im Gesellschaftsbecken im Sinne der friedlichen Nachbarschaft auf Mitbewohner mit vergleichbar pazifistischer Grundhaltung achten. Kampffische oder Skalare sind zu diesem Zwecke sicher eher ungeeignet.

Kleine Panzerwelse und Harnischwelse, aber auch Zwerggarnelen kommen als Gefährten in Frage. Grundsätzlich ist auch die Vergesellschaftung mit anderen Salmler-Arten möglich, hierbei sollte jedoch die Besatzdichte (Schwarmfische!) unbedingt beachtet und keinesfalls überstrapaziert werden.

Zu Tisch beim Funkensalmler

Der Funkensalmler bevorzugt Lebendfutter, man kann ihm beispielsweise Daphnien, Artemia oder Cyclops anbieten, aber auch zerriebene Flocken sowie Frostfutter werden akzeptiert. Die Wahl des Futters  hat auch eine gewisse Auswirkung auf die Farbintensität, das selbe trifft auf bestimmte Wasserparameter zu (torfgefiltertes, weiches, saures Wasser ist für eine kräftige Färbung optimal). In seiner Heimat ernährt er sich hauptsächlich von kleinen Würmchen, Insekten und Zooplankton.

Die Fortpflanzung

Über sein Fortpflanzungsverhalten in der Natur ist wenig bekannt. Fest steht allerdings, dass die Nachzucht etwas für Fortgeschrittene ist.

Die Eiablage im Aquarium erfolgt bevorzugt in dichten, feingliedrigen Pflanzen (es eignet sich hierzu beispielsweise Javamoos). Gute Ablaichbedingungen bestehen bei einer Wassertemperatur von 27°C und einem pH von 5,5. Die adulten Tiere sind nach dem Ablaichen  von der Brut zu separieren, da es sich um Laichräuber handelt, die den Eiern nachstellen.

Geeignetes Futter für die Nachzucht in den ersten Wochen ist feinstes Lebendfutter wie Rädertierchen oder Pantoffeltierchen.  Nach wenigen Tagen können bereits Artemianauplien verzehrt werden.

Noch mehr wissenswertes über Salmler

[amazon_link asins=’3897451174,3440036723′ template=’ProductCarousel‘ store=’bla-und-blubb-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’a4952e6b-2de0-4bca-b07c-9505a180aa24′]

 

 

Katzenhaie – Eine elegante Fischfamilie stellt sich vor

Katzenhaie am Grund

Katzenhaie – Eine elegante Fischfamilie stellt sich vor

Die Familie der Katzenhaie besteht aus über 60 Arten in 7 unterschiedlichen Gattungen. Sie gehören der Ordnung der Grundhaie an, sind aber sowohl im Flachwasser als auch in der Tiefsee anzutreffen. Je nach Art beträgt ihre Körperlänge zwischen 20cm und 170cm.




Ihr deutscher Namen erschließt sich dem aufmerksamen Betrachter bei einem tiefen Blick in ihre großen Augen: Längliche Pupillen und ein bei vielen Arten vorkommendes 3. Augenlid erinnern tatsächlich stark an die Sehorgane unserer Samtpfoten. Als Besonderheit erfolgt der Lidschluss über das untere Augenlid.

Einige Arten möchte ich nun genauer vorstellen. Die meisten Katzenhai-Arten sind ovipar, also Eier legend. 

Katzenhai - elegante Fische des Meeres

Der Kaulquappen-Katzenhai

Ovoviviparie, also das Ausbrüten der Eier im Mutterleib, findet man beispielsweise beim Kaulquappen-Katzenhai. Dieser lebt in der kalifornischen Tiefsee und erreicht eine Körperlänge von etwa 25cm, womit er zu den kleinsten Vertretern seiner Familie gehört. Die Junghaie, die im Sommer zur Welt kommen, messen bei ihrer Geburt nur etwa 10cm.

Im Englischen lautet sein Name aufgrund seiner Morphologie (großer, runder Kopf mit schmalem Körper) Lollipop Catshark. Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus kleinen Fischen und Krebstieren.

Korrekterweise muss man sagen, dass der Kaulquappen-Katzenhai trotz seines Namens heute taxonomisch nicht mehr zu den Katzenhaien (Skyliorhinidae) gezählt wird, seit aufgrund morphologischer und molekularbiologischer Daten die Pentanchidae von den Katzenhaien abgespaltet wurden und nun eine eigene Familie mit derzeit ca. 90 Arten bilden.

Der Korallen-Katzenhai

Ein „echter“ Vertreter der Katzenhaie, den man hin und wieder auch in der Aquaristik antrifft, ist beispielsweise der Korallen-Katzenhai. Dieser wird bis zu 90cm lang und lebt vorzugsweise in Küstennähe im Arabischen Meer, vor Indien, Thailand, Sumatra und Papua-Neuguinea.

Der Korallen-Katzenhai besitzt eine besonders auffällige Färbung: Die Grundfarbe ist braun mit kleinen, dunkel umrandeten hellen Flecken, Bauchseite und Flossenspitzen sind ebenfalls hell.

Tagsüber hält sich dieser kleine Hai in Höhlen auf, um sich nachts auf Nahrungssuche (Fischbrut, Garnelen, kleine Fische, Schnecken u.a.) zu begeben.

Die Aquarien-Einrichtung (eine Beckengröße unter 3000l ist absolut ungeeignet) sollte diese Angewohnheit berücksichtigen, und viele Versteckmöglichkeiten bieten. Auch die Beleuchtung und die Vergesellschaftung muss entsprechend gewählt werden, da Haie eine Beleuchtung über 400 Watt nicht gut tolerieren. Die Beckentemperatur sollte konstant ziemlich genau 25°C betragen.

Der Schwellhai

Vor der amerikanischen Pazifik-Küste lebt der bis zu 1 Meter lange Schwellhai. Sein Name rührt daher, dass er in der Lage ist, seinen Magen mit Wasser oder Luft aufzublasen und damit seinen gesamten Körper zum Anschwellen zu bringen.

Als weitere Besonderheit weist er (wie viele weitere Katzenhai-Arten) bei Auflicht Biofluoreszenz auf, beginnt also zu Leuchten.

Der Schwellhai begibt sich bei Nacht gemütlich über den Meeresboden schwimmend auf Nahrungssuche, wobei sowohl lebende als auch tote Fische auf seinem Speiseplan stehen. Tagsüber liegt er, oft mit mehreren Artgenossen übereinander gestapelt, regungslos in Felsspalten oder Höhlen.

Kurz nach dem Schlupf aus dem Ei misst ein Schwellhai-Baby ca. 15cm Körperläge.

Der Großgefleckte Katzenhai

Weltweit häufig in Gefangenschaft anzutreffen ist der  verhältnismäßig kräftige Großgefleckte Katzenhai. Oft sieht man ihn in Aquarien gesellig gemeinsam mit anderen Artgenossen auf einem Haufen ruhen. Auch seine Vermehrung gelingt in menschlicher Obhut bemerkenswert gut.

Der Großgefleckte Katzenhai befestigt seine dickschaligen Eier mit langen Haltefäden an Seetank, wo sich die Junghaie zwischen 7 und 12 Monate entwickeln . Die Schlupfgröße liegt etwa zwischen 10 und 15cm, erwachsene Tiere erreichen eine Körperlänge von bis zu 160cm, wobei im Atlantik lebende Exemplare meist größer werden als ihre Verwandten aus dem Mittelmeer. Die Art ist wie alle Katzenhaie für den Menschen ungefährlich, allerdings kann der Kontakt mit seiner äußerst rauen Haut (er besitzt relativ große, für Knorpelfische typische schuppenartige Hautzähnchen) zu schweren Riss- und Schürfwunden führen.

Sein natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Mittelmeer bis zur europäischen und nordafrikanischen Atlantikküste. Auch er ist nachtaktiv und begibt sich bei Dunkelheit auf die Jagd nach vorwiegend in Bodennähe lebender Beute wie Stachelhäutern, Krebstieren, Mollusken, Würmern und kleineren Fischen, aber auch Aas gehört zu seinem Nahrungsspektrum.

In vielen Ländern Europas fällt dieser Hai dem kommerziellen Fischfang zum Opfer. So landet er beispielsweise getarnt unter Begrifflichkeiten wie „rock eel“, „rock salmon“, „flake“, „catfish“, „grande roussette“ oder „saumonette“ auf den Speisekarten dieser Welt.

Die 4 Schätze der Meere

Da Haifischflossen in der traditionellen chinesischen Küche neben Seegurken, Seeohren und der Schwimmblase einiger Fische zu den „Vier Schätzen des Meeres“ gezählt werden, treten auch die Flossen in Europa gefangener Katzenhaie ihre letzte Reise nach Asien an, um dort zur zweifelhaften Delikatesse, der Haifischflossensuppe (siehe auch Shark-Finning) verarbeitet zu werden.

Sein Aussehen gestaltet sich recht abwechslungsreich, seine Grundfarbe ist meist braun bis gräulich, mit zahlreichen, über dem langen, schlanken Körper verteilten unregelmäßigen Flecken. Die Bauchseite ist weiß. Eine Nickhaut fehlt diesem Hai.

Man trifft den großgefleckten Katzenhai sowohl als Einzelgänger, als auch in großen Gruppen, vergleichbar mit den sogenannten Schulen der Meeressäuger, wie Delfine und andere Wale, an.

Katzenhai-Eier sind schon für unter 100€ käuflich zu erwerben.

Dabei sollte man allerdings bedenken, dass auch das kleinste Hai-Baby über kurz oder lang zu einem stattlichen Fisch heran wächst, dessen Ansprüchen man in Privathand nur sehr selten gerecht werden kann. Die Überführung in einen Zoo o.ä. stellt nur in manchen Fällen eine adäquate Lösung dieses Problems dar, da die Kapazitäten dieser Einrichtungen naturgemäß ebenfalls begrenzt sind.

Die Anschaffung eines solch eleganten Räubers will aus diesem Grund mehr als sorgfältig überlegt sein.

Der Kleingefleckte Katzenhai

Sein nächster Verwandter, der Kleingefleckte Katzenhai, ist ebenfalls ein beliebter Aquarienbewohner. Außer der geringeren Größe seiner Flecken unterscheidet er sich noch in seiner zu erwartenden Endgröße: Diese liegt mit ca. 1m deutlich unter der seines großen Bruders.

Verbreitungsgebiet, Beutespektrum und Lebensweise sind annähernd mit dem großgefleckten Katzenhai identisch.

Der weiche Katzenhai

[amazon_link asins=’B07CWTWDSD‘ template=’ProductAd‘ store=’bla-und-blubb-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’a009d679-b958-11e8-9679-4bfe59935c0b‘]

Der weiche Katzenhai  tummelt sich eher in trockenen Gefilden dieser Welt. Sein Lebensraum ist leider etwas begrenzt. Er erfreut sich aber sehr großer Beliebtheit bei den Kleinsten. Besonders mag er ausgedehnte Streicheleinheiten. Er wird bis zu 70 cm lang und er hat seinen Namen von seiner sehr weichen Haut. 

 

 

Mythos Menschenfresser – Der Rote Piranha

Der rote Piranha im Aquarium

Mythos Menschenfresser:
Der Rote Piranha

Dem Piranha haftet ein denkbar schlechtes Image an. Durch Horrorfilme zur blutrünstigen Bestie diffamiert (ein trauriges Schicksal, das er mit dem wohl berühmt-berüchtigsten Raubfisch, dem Weißen Hai, teilt), wird meist außer Acht gelassen, dass es sich bei diesen Tieren sozusagen um die „Gesundheitspolizei Südamerikas“ handelt, da sie die Gewässer  von verletzten und kranken Tieren sowie von Tierkadavern reinigen und somit maßgeblich mit verhindern, dass sich Krankheiten ausbreiten können.

Da es am Amazonas regelmäßig zu Hochwasser, verbunden mit massenhaftem Ertrinken von Haus- und Wildtieren, kommt, würden sich ohne den Aas fressenden Piranha Seuchen in Windeseile ausbreiten.

Kaum einem dürfte bekannt sein, dass es auch Piranha-Arten gibt, die sich von Früchten ernähren.

Im folgenden Text konzentriere ich mich im Wesentlichen auf den roten Piranha, da dies die Art ist, welche man am häufigsten in menschlicher Obhut antrifft.




Unter den verschiedenen Piranha-Arten ist der Rote Piranha, nach seinem Entdecker, dem österreichischen Naturforscher Johann Natterer, auch Natterer`s Sägesalmler genannt, sowohl in der Natur als auch in der Aquaristik der am weitesten Verbreitete. Er dient in seiner Heimat Südamerika  unter anderem auch als Speisefisch und als Jagdobjekt für sogenannte „Sportfischer“.

Der rote Piranha verdankt seinen Namen der Färbung seiner Bauchseite (übrigens ebenfalls vergleichbar mit dem Weißen Hai), jedoch treten, bedingt durch die weitläufige Verbreitung, viele verschiedene Farbvarianten, Lokalvarietäten und Unterarten auf.

Der Aktionsradius der räuberisch lebenden Schwarmfische erstreckt sich über große Teile der südamerikanischen Süßgewässer.

Es existieren auch Populationen in Teilen der USA, diese Tiere stammen jedoch ursprünglich aus Aquarienhaltung.

Der rote Piranha besitzt einen seitlich abgeplatteten Körper und einen relativ hohen Rücken, letzteres Merkmal wird mit zunehmendem Alter immer ausgeprägter.

Die Lebenserwartung in menschlicher Obhut beträgt bei guter Pflege bis zu 30 Jahre und älter.

Er kann eine Körperlänge von ca. 30cm erreichen, wobei die weiblichen Tiere meist größer werden.

Der rote Piranha besitzt als optische Auffälligkeit über den gesamten Körper verteilt wunderschön metallisch glitzernde Schuppen, die Intensität des Glitzerns nimmt während der Paarungszeit noch zu. Die Körperunterseite ist, wie bereits oben erwähnt, rot gefärbt, bei Jungtieren ist auch die Afterflosse rot.

Überraschenderweise ernährt sich der rote Piranha nicht ausschließlich karnivor, sondern nimmt teilweise auch pflanzliche Nahrung auf, andere Fische, Aas, Insekten, Krebstiere und Mollusken stehen ebenfalls auf seiner Speisekarte.

Während Jungtiere überwiegend bei Tag auf die Jagd gehen, sind die älteren Exemplare eher dämmerungsaktiv.

Piranha-Gruppen sind hierarchisch strukturiert.

In freier Natur formiert sich der rote Piranha üblicherweise in Schwärmen von 20 bis 30 Individuen.

Als typische Lauerjäger warten sie im Schutz der Pflanzen auf potentielle Beute und greifen diese als Gruppe von hinten und/oder unten an, wobei häufig zunächst ein Piranha den Angriff mit einer plötzlichen Vorwärtsbewegung initiiert und weitere Schwarm-Mitglieder folgen.

Auch Verfolgungsjagden im offenen Wasser gehören zu den Beutefang-Techniken des Piranhas, diesen geht aber ebenfalls die Lauerstellung im Pflanzen-Versteck voraus. 

Der Schwarm dient jedoch nicht ausschließlich der Optimierung des Jagderfolges, sondern bietet dem Einzeltier in erster Linie Schutz, beispielsweise vor Fressfeinden, zu denen unter Anderem Flussdelfine und Kaimane gehören.

Die Isolation von der Gruppe bedeutet für einen Piranha enormen Stress, ein Faktor, den man auch bei der Piranha-Haltung im Aquarium beachten muss.

Interessanterweise halten sich die älteren Tiere tendenziell im Innern des Schwarms auf, was ihre Überlebenschancen im Fall eines Angriffs anderer Beutegreifer beträchtlich erhöht.

Piranha-Schwärme können in einen regelrechten Fressrausch verfallen und sich dabei auch gegenseitig verletzen, eine Tatsache, die erheblich zu ihrem brutalen Image beigetragen hat.

Der rote Piranha und sein Gebiss

Verkleinert sich in Trockenzeiten ihr Habitat, führt dies zu einer deutlichen Aggressivitäts-Steigerung.

Bedingt durch dieses Aggressionspotential und die Schwarmbildung kann der Piranha theoretisch eine Gefahr für den Menschen darstellen. Allerdings ist belegt, dass die absolute Mehrzahl der menschlichen Leichen, an denen Bisswunden von Piranhas festgestellt wurden, bereits vor dem Zusammentreffen tot waren, womit einmal mehr seine Funktion als „Gesundheitspolizist“ untermauert wird. Angriffe sind extrem unwahrscheinlich, Baden in Gewässern, in denen nachweislich Piranhas leben, gehören in Südamerika zur Tagesordnung.

Wenn man mit dem Gedanken spielt, den Roten Piranha als Heimtier zu pflegen, sollte man einige Dinge im Vorfeld beachten.

Zunächst muss nochmals betont werden, dass dieser Fisch mit bis zu 30 Jahren und mehr eine beachtliche Lebenserwartung besitzt.

Da Einzelhaltung dieses Schwarmfisches aus Tierschutzgründen strikt abgelehnt werden muss, ist die Entscheidung zur Piranha-Haltung quasi eine Entscheidung auf Lebenszeit.

Die Beckengröße spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Hier gilt: Je größer, desto besser! Die Haltungsempfehlungen belaufen sich meist auf mindestens 600l für 5 Fische, ich halte dies jedoch für die absolute Untergrenze. Selbstverständlich muss wie immer sorgfältig geprüft werden, ob dieses Wasservolumen mit der Statik des Aquarien-Standorts kompatibel ist.

[amazon_link asins=’B00HDSNIC4,B07L3MVQ45′ template=’ProductCarousel‘ store=’bla-und-blubb-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’c180fa50-d0c5-45cc-9b18-f70094f2a3b7′]

Anders als bei der „herkömmlichen“ Aquarienbepflanzung, bei der aus optischen Gründen die höheren Pflanzen im Hintergrund und die niedrigeren Pflanzen im Vordergrund angeordnet sind, sollte ein Piranha-Aquarium über die gesamte Bodenfläche verteilt großzügige Versteckmöglichkeiten in Form von hoch wachsenden Pflanzen mit Schwimmraum ringsherum bieten.

Füttern kann man so ziemlich alles, was das Meeresfrüchte-Sortiment des Supermarktes hergibt. Bitte das Auftauen nicht vergessen! Als schnell fressende Fische können bei Fütterung tiefgekühlter Ware Magen-Darm-Probleme die Folge sein. Auf Lebendfütterung kann komplett verzichtet werden.

Es dürfte den ein oder anderen überraschen, dass Piranhas durchaus neugierige Pfleglinge sind, die bei intensivem Kontakt sogar eine Art Zutraulichkeit zu ihrer Bezugsperson entwickeln können. 

 

 

 

 

 

Koiteich – Wie soll er aussehen?

Der Koiteich im Garten - Koi

Im Zentrum jedes japanischen Gartens liegt der Koiteich – ein weitläufiges Becken, in dem sich viele große, bunte Fische tummeln. Oft sind sie neugierig und nicht sehr schüchtern, lassen sich streicheln und aus der Hand füttern. Kein Wunder, dass die schönen Tiere inzwischen nicht nur in japanischen Gärten, sondern auch bei Teichfreunden weltweit beliebt sind.

Wer sich so einen Hingucker in den eigenen Garten holen möchte, sollte allerdings ein paar Dinge beachten. Hier findest Du einige hilfreiche Tipps und Infos rund um Deinen eigenen Koiteich.

Koi – auch nur ein Karpfen?

Ja, es handelt sich hier tatsächlich um einen Karpfen. Genauer gesagt, den Nishikigoi – wörtlich aus dem Japanischen bedeutet das „Brokatkarpfen“. Diese spezielle Karpfen-Zuchtform wurde in Japan schon vor über 100 Jahren als Statussymbol gehalten und hat sich seither bei Fischliebhabern und Züchtern weltweit verbreitet.

Die schönen Koi-Karpfen gibt es in vielen verschiedenen Färbungen. Sie sehen im Teich hübsch aus, können aber teuer sein.

Ein Hobby für alle?

Auch wenn die Koi-Haltung inzwischen natürlich nicht mehr den Adeligen vorbehalten ist und es viele verschiedene Zuchtformen gibt, kann diese Fischart je nach Färbung sehr teuer sein und stellt ein kostspieliges Hobby dar. Daher sollte der Bau eines Koiteiches wohlüberlegt und gut geplant sein.

Du solltest auch bedenken, dass diese Fische bei guten Lebensbedingungen mehrere Jahrzehnte alt werden können. In einem gut angelegten Teich solltest du von einer Lebenserwartung von mindestens 30, aber bis zu 60 Jahren ausgehen. Du solltest Dir also sicher sein, dass Du in dieses Hobby viel Zeit investieren kannst und willst.

Koi-Karpfen werden, abhängig von ihrem Lebensraum, bis zu 70 cm oder sogar bis zu einem Meter groß. Aufgrund dieser beachtlichen Größe sollte ihnen genug Platz zur Verfügung gestellt werden. Da Kois auch sehr gesellig sind, sollte der Schwarm zumindest vier bis fünf aber gerne auch mehr Fische beinhalten.

All das solltest Du beachten, bevor du einen Koiteich planst. Die Koi-Haltung ist ein zeit- und geldaufwändiges Hobby, das man nicht leichtfertig beginnen sollte. Wenn Du Dich aber entschieden hast, dass diese Fischart die richtige für dich ist, findest Du hier gleich einige Tipps zum Teichbau.

Koiteich-Bauanleitung: Worauf musst Du achten?

Standort und Größe

Zuerst muss ein passender Standort für die Teichanlage gewählt werden. Dabei ist vor allem eines wichtig: Platz. Wenn Du schon einmal einen japanischen Garten besichtigt hast, wirst Du wissen, warum.

Ein guter Koiteich benötigt ausreichend Fläche. Man spricht hier von einer Mindestteichgröße von 5000 Litern (5m³), und nochmal etwa 1000 Litern pro Fisch.

Wenn Du darauf Wert legst, Deinen Tieren einen möglichst gesunden, natürlichen Lebensraum zu bieten, solltest Du zumindest 15 m² Deines Grundstücks für den Teich einplanen. Größer ist natürlich immer besser.

Eine ovale Form mit den Maßen 6 x 3 m würde sich hier anbieten. Selbstverständlich können Form und Größe je nach Wunsch und lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Die Teichwände sollten dabei eher steil ausgehoben werden. Dies schafft eine möglichst große Schwimmfläche für die Fische.

Besonders wichtig ist auch, den Teich ausreichend tief zu graben, um den Tieren ein unbeschadetes Überwintern zu ermöglichen. Das absolute Minimum dafür beträgt 1,30 m Tiefe. Die bevorzugte Tiefe für Koiteiche liegt jedoch bei 1,50 m bis 2 m.

Der Standort für den Teich sollte außerdem im Halbschatten gewählt werden, so dass den ganzen Tag sonnige und schattige Zonen vorhanden sind.

Koi-Karpfen im Koiteich

Für Koiteiche gibt es viele Gestaltungsmöglichkeiten. Ein Wasserfall und Grünpflanzen sind nützlich und schön anzusehen.

Material und Technik

Für den Bau eines Koiteiches ist einiges an Material erforderlich. Es gibt verschiedene Möglichkeiten den Teich anzulegen: Mittels eines fertigen Teichbeckens oder mit Teichfolie.

Die wohl einfachste Variante ist es, einen Fertigteich zu kaufen. Diese riesigen Kunststoffschalen gibt es in unterschiedlichen Formen oder sie können auch nach Wunsch angefertigt werden. Auf diese Weise ersparst Du Dir das mühsame Ausmessen und Auslegen einer Folie. Ein Fertigteich ist jedoch sehr kostenintensiv und daher nicht für jeden eine realistische Alternative.

Die günstigere und wohl häufigere Methode ist das Auslegen von Teichfolie. Dazu muss zuerst ein Loch ausgemessen und mit einem Bagger ausgehoben werden. Hier ist viel händische Arbeit erforderlich, da die Erde am Teichgrund anschließend von allen spitzen Gegenständen (Wurzeln, Steine, Glassplitter etc.) befreit werden muss. Ist der Untergrund zu weich, kann es sein, dass das Becken mit Beton ausgegossen werden muss.

Beim Verlegen der Teichfolie (die in verschiedenen Stärken erhältlich ist) solltest Du unbedingt darauf achten, möglichst wenig Falten zu erzeugen. In Falten sammeln sich Schmutz und Keime, die schädlich auf die Tiere wirken können. Die Folie lässt sich am besten bearbeiten, wenn sie sich in der Sonne ein wenig erwärmt hat.

Die überstehenden Ränder der Folie sollten erst abgeschnitten werden, nachdem der Teich bereits ein paar Tage lang zu zwei Dritteln mit Wasser befüllt war. Dies erlaubt dem Material und dem darunterliegenden Erdboden, sich zu setzen.

Welchen Filter braucht mein Koiteich?

Um den Tieren eine gute Wasserqualität zu bieten, ist ein hochwertiger Teichfilter erforderlich. Je nach Teichgröße sollten ein bis zwei große oder mittelgroße Filter eingesetzt werden. Für große Teiche mit vielen, großen Koi-Karpfen eignet sich am besten ein Kammer- beziehungsweise Durchlauffilter. Diese Filter bieten sowohl mechanische als auch biologische Filterstufen und ein großes Filtervolumen.  

Gestaltung und Bepflanzung

Die Koiteiche, die man aus japanischen Gärten oder botanischen Gärten kennt, sind oft aufwändig gestaltet. Die Optionen sind vielfältig: Wasserpflanzen, Brücken, Brunnen und vieles mehr können den Teich optisch aufwerten.

Dabei gibt es einige Gestaltungselemente, die auch einen funktionellen Nutzen erbringen. Dazu zählt zuerst einmal natürlich die Bepflanzung. Eine üppige Begrünung in und um den Teich sieht nicht nur schön aus, sie bringt auch Vorteile: Schatten, Filterung und Sauerstoff.

Wasserpflanzen bieten den Fischen eine willkommene Zuflucht vor Hitze und Sonnenlicht. Kois schwimmen oft nah an der Oberfläche und sind daher gefährdet, sich einen Sonnenbrand zuzuziehen (ja, das ist tatsächlich möglich und gar nicht so selten!). Sie halten sich daher gern unter Seerosen auf, deren große Blätter an der Wasseroberfläche Schatten spenden.

Glückliche Koi-Karpfen im Koiteich

Kois halten sich im Sommer gern im Schatten der Seerosenblätter auf. Dort finden sie Abkühlung und Schutz vor der Sonne.

Pflanzen am Rand des Gewässers stellen eine zusätzliche Filterung des Wassers dar und produzieren Sauerstoff.

Für die großen Kois ist eine ausreichende Belüftung wichtig. Dabei helfen können Wasserfälle oder Brunnen, die das Wasser zirkulieren und dabei zusätzlichen Sauerstoff in den Teich eintragen. Ein Bachlauf mit Wasserfall kann außerdem ein optisches Highlight im Garten darstellen.

Auch Steine und Felsen rund um den Teich sind Bestandteil eines typischen japanischen Gartens. Zu dekorativen Zwecken gibt es außerdem viele (zum Teil asiatisch angehauchte) Steinskulpturen in verschiedener Form und Größe. Eine Brücke oder ein Steg macht den Teich zugänglicher und liefert einen guten Aussichtspunkt, um die Fische zu beobachten und füttern.

Fazit – Wie soll ein Koiteich aussehen?

Wenn du alle oben genannten Punkte in Deine Planung miteinbeziehst, steht Deinem eigenen Koiteich nichts mehr im Weg. Achte einfach darauf, den Teich groß und tief genug anzulegen, die Folie korrekt zu bearbeiten und schließe einen passenden Teichfilter an.

Dann werden Dich und Deine Gartenbesucher die wunderschön gefärbten Tiere vielleicht sogar über 30 Jahre lang erfreuen. Auch wenn Du keinen ganzen japanischen Garten anlegen möchtest, findest Du sicher für Dich eine passende Option zur Gestaltung. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Koi-Karpfen im Koiteich Galerie
[flagallery gid=2]

Wasserpflanzen

Aquariepflanzen richtig nutzen

Die richtigen Wasserpflanzen für das Aquarium

Du wünschst Dir ein Aquarium und bist auf der Suche nach den richtigen Pflanzen? Dann haben wir hier ein paar Tipps für Dich, damit Du auch sicher die passenden Wasserpflanzen aussuchst. Am besten ist es, wenn Du Pflanzen für Dein Aquarium kaufst, die nicht zu empfindlich sind und die schnell wachsen. So sieht Dein Aquarium immer schön aus und die Fische fühlen sich wohl.




Wenn Du Aquarienpflanzen kaufen möchtest, solltest Du nur Arten aussuchen, die sich in Deinem Aquarium auch wohlfühlen. Jede Pflanze braucht eine bestimmte Umgebung, damit sie gut wächst. Einige Wasserpflanzen, die wir aus dem Aquarium kennen, kommen ursprünglich aus Südamerika, manche aus Afrika und andere aus Asien. Wieder andere Sorten sind auch bei uns zu Hause. Du findest sie im Gartenteich oder draußen in Flüssen oder Seen. Natürlich haben alle diese Pflanzen ganz individuelle Vorlieben an die Wasserwerte, das Licht und die Temperatur.

die besten Aquarienpflanzen

Was Du unbedingt beachten solltest, wenn Du neue Pflanzen für Dein Aquarium kaufst, findest Du in unserer Kategorie „Wasserpflanzen/Aquarienbepflanzung„.  Hier schonmal ein paar Infos in Kürze:

  • Wie groß wird die Pflanze?

    Schau nach, wie hoch und wie breit die Pflanze wird, damit sie auch in Dein Aquarium passt. Manche Pflanzen kann man abschneiden und die Stecklinge neu einsetzen. Bei anderen geht das leider nicht.

 

  • Welche Temperatur benötigt die Wasserpflanzen?

Manche Wasserpflanzen mögen lieber kaltes Wasser, andere sind dagegen warme Temperaturen gewohnt. Achte darauf, dass es den Pflanzen nicht zu warm oder zu kalt wird.

  • Wieviel Licht ist nötig?

Einige Pflanzen brauchen sehr viel Licht, um zu wachsen. Anderen reicht auch wenig Licht schon aus.

  • Welche Wasserwerte braucht die Pflanze?

Wasser ist nicht gleich Wasser. Es gibt Werte, die sich unterscheiden: Wie weich oder hart ist das Wasser, wie sauer oder alkalisch? Die Werte, auf die Du achten solltest, sind vor allem der pH-Wert und die Härte. Du kannst Dein Aquarienwasser im Geschäft testen lassen, wenn Du die Werte für Dein Aquarium nicht kennst.

  • Ist die Pflanze sehr anspruchsvoll?

Manche Wasserpflanzen sind sehr einfach zu halten. Andere brauchen besondere Pflege, wie zum Beispiel eine spezielle Düngung mit Kohlendioxid. Suche Dir am besten einfache Pflanzen aus. Wenn Du unsicher bist, frage vor dem Kauf den Händler.

  • Die richtige Stelle im Aquarium

Wenn Du Pflanzen für Dein Aquarium auswählst, musst Du vorher gut überlegen, welche Pflanze Du wo einpflanzen möchtest. Ganz vorne sollen natürlich keine großen Pflanzen stehen, damit Du auch gut in das Becken gucken kannst. Hinten sehen sie allerdings sehr schön aus. Vorne sind kleine Pflanzen gut geeignet, die über den Boden wuchern. Im mittleren Teil sind ein paar Pflanzen schön, die durch ihre besondere Farbe oder Wuchsform auffallen. Sie sind besondere Hingucker und geben Deinem Aquarium ein abwechslungsreiches aussehen. Manche Pflanzen schwimmen auch auf der Wasseroberfläche oder wachsen an Steinen oder Wurzeln fest.

  • Wasserpflanzen, die einfach zu halten sind

Es ist wichtig, dass Du – besonders, wenn Du ein neues Aquarium bepflanzt, oder wenn du Algen in Deinem Becken entdeckst – Pflanzen findest, die schnell wachsen. Das ist wichtig für eine gute Wasserqualität und verhindert außerdem, dass sich in Deinem Aquarium eine Algenplage ausbreiten kann. Die nachfolgend aufgelisteten Pflanzen wachsen schnell, sind anspruchslos und auch von all jenen unter Euch gut zu pflegen, die sich noch nicht so gut mit dem  Mikrokosmos „Aquarium“ auskennen:

  • Wasserpest
  • Sumatrafarn
  • Hornkraut
  • Brasilianischer Wassernabel
  • Großer Wasserfreund
  • Lilafarbenes Papageienblatt
  • Wasserlinsen
  • … und noch viele mehr

Aquarienpflanzen für Dein Aquarium

Aquarienpflanzen: Pflanzen, die unter Wasser wachsen

Wusstest Du, dass die meisten Wasserpflanzen gar keine echten Unterwasserpflanzen sind? Viele Arten wachsen nahe am Ufer von Gewässern. Dort werden sie regelmäßig überflutet, wenn es einmal Hochwasser gibt. Deshalb können sie unter Wasser genauso gut leben wie über Wasser. Im Aquarium fühlen Sie sich also pudelwohl. Und wenn sie einmal so groß werden, dass die Köpfe aus dem Wasser ragen, ist das für diese Pflanzen überhaupt kein Problem.

Mit unseren Tipps ist es ganz leicht, die richtige Pflanze für das Aquarium zu finden. Wir wünschen Dir viel Spaß beim Aussuchen!

[amazon_link asins=’3931792080,B002VPKNBI‘ template=’ProductCarousel‘ store=’bla-und-blubb-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’66c9d477-3384-4f45-a6fb-701799d638d2′]

 

Fische im Rhein – Wahre Rheinkultur

Der Rhein - Wasser des Lebens

In der Reihe Flüsse möchte ich Euch die Vielfalt der Lebewesen in den Fließgewässern dieser Erde vorstellen. Beginnen werde ich mit den Fischen im Rhein.

In den 1980er Jahren ging es dem Rhein nicht sonderlich gut. Durch Abwasser und andere Umwelteinflüsse war die Wasserqualität sehr schlecht, weitere Gründe waren die Fluss-Begradigung und der Bau von Barrieren.  Umso erfreulicher ist es, dass heute im Rhein eine sehr hohe Artenvielfalt herrscht: Von 43 verschiedenen Fischarten über Krebse, Muscheln, Wasserinsekten bis hin zu Borstenwürmern.

In Teil 1 dieser Reihe möchte ich Euch zunächst über die Fische im Rhein informieren, einige werde ich etwas näher beschreiben. Am Ende des Artikels findet ihr zur besseren Übersicht nochmal eine Auflistung einiger Fische, die im Rhein leben. Gerne könnt ihr mir diesbezüglich weitere Infos zukommen lassen. Nutzt dazu einfach die Kommentarfunktion.

Der Rhein - Wasser des Lebens

Fische im Rhein – endlich wieder Vielfalt in unseren Flüssen

Der Rhein – Fluss der Fische

Zunächst möchte ich euch den Rhein etwas näher bringen. Die Quelle des Rheins liegt überwiegend in den Alpen, genauer gesagt im Schweizer Kanton Graubünden. Die Höhe der Quelle liegt etwa auf 2345 m. Insgesamt legt der Rhein eine Strecke von über 1237 km zurück und durchquert dabei die Schweiz, Österreich, Deutschland, Frankreich und die Niederlande. Am Ende mündet der Rhein im Rhein-Maas-Delta in die Nordsee.

Besondere Artenvielfalt im Rhein

Aufgrund der verbesserten Wasserqualität konnte sich eine besonders hohe Artenvielfalt im Rhein entwickeln. Heutzutage beherbergt er wie bereits oben erwähnt ungefähr 43 Fischarten.

Nachfolgend habe ich einige interessante  Infos zu den einzelnen Arten zusammen gestellt:

Die Rückkehr der Lachse

Der ursprüngliche Rheinlachs ist ausgestorben, aber vor ca. 20 Jahren beschlossen die Rhein-Anliegerstaaten die Wiederansiedlung des Lachses. Grund für die gelungene Wiederansiedelung ist die Beschaffenheit des Rheines: Der Lachs legt nämlich seine Eier im tiefen Kies des Flusses ab.

Weil es sich bei dem Lachs um einen Wanderfisch handelt, legt er in seinem Leben eine weite Strecke zurück. Beispielsweise schwimmt der im Rhein lebende Lachs den Strom hinab bis in die Nordsee. Von der Nordsee geht es weiter in den Atlantik bis nach Grönland. Zum Laichen zieht es den Lachs aber wieder in den heimischen Rhein zurück. Jährlich werden mittlerweile wieder 250 bis 1000 Lachse pro Jahr gezählt.

Fische im Rhein - der Lachs beim Laichen

Der Lachs ernährt sich von Krebsen und kleinen Fischen. Dadurch kann er bis zu 1 Meter lang und bis zu 10 kg schwer werden.

Die Barbe – quasi ein Allesfresser

Die Barbe gehört zur Familie der Karpfenfische. Sie ist ein Süßwasserfisch und lebt deshalb ausschließlich in Flüssen. Ihren Laich legt die Barbe in flachen, kiesigen Stellen ab, Laichzeit ist von Mai bis Juli, in dieser Zeit zieht sie im Schwarm flussaufwärts. Hauptnahrungsquelle der Barbe sind Fischlaich, Insektenlarven, Muscheln, Schnecken, Würmer und in geringem Maße auch pflanzliche Kost. Die Größe der Barbe bewegt sich in der Regel zwischen 25 und 75 cm. Eine erfreuliche Nachricht ist, dass die Barbe nicht zu den gefährdeten Fischarten zählt.

Fische im Rhein - Der Barbe

Der Aal – vom Aussterben bedroht

Der Aal reiht sich ebenfalls in die Gruppe der Wanderfische ein. Seine ersten 10 Lebensjahre verbringt er in Süßwasserflüssen. Danach wandert er durch die Nordsee in den Westatlantik, um dort zu laichen. Mit dem Golfstrom werden die Aal-Larven wieder zurück an die europäischen Küsten gespült. Von dort findet die juvenile Stufe, der sogenannte Glasaal, den Weg wieder in den Rhein und der Kreislauf schließt sich.

Leider ist der europäische Aal vom Aussterben bedroht. Glasaale, werden zum direkten Verzehr und für die Aufzucht in Aquakulturen gefischt. Seitdem steht der Glasaal auf der Liste der gefährdeten Tierarten. Glücklicherweise wird diesem Treiben durch Besatzmaßnahmen und Schutzprogramme entgegen gewirkt. Dennoch ist der Bestand zum jetzigen Zeitpunkt leider jährlich rückläufig.

Der Aal im Aquarium

Das Neunauge – älter als der Rhein

Bei dem Neunauge handelt es sich um ein fischartiges Wirbeltier. Der Name „Neunauge“ führt auf eine falsche historische Beschreibung zurück. Damals ging der Betrachter von neun Augen aus. Der Fehler lag darin begründet, dass zu dem einen Auge auch die einfache Nasenöffnung sowie die sieben Kiemenspalten als Augen gedeutet wurden, wobei sich diese Zählweise nur auf eine Körperhälfte bezieht.

Laut einigen Forschern ist das Neunauge ca. 500 Millionen Jahre alt. Somit sollte es auch etwas älter als der Rhein sein. Außerdem erinnert das Neunauge sehr stark an einen Aal. Zum Laichen benötigt er kaltes Wasser und kiesige Bodenverhältnisse. Das „schwimmende Fossil“ wird etwa 20 bis 40 cm groß.

Weitere Fische im Rhein:

  • Hecht
  • Zander
  • Wels
  • Flunder

Gerne nehme ich noch weitere Infos zu „Fische im Rhein“ auf. Schreibt dazu einfach was in den Kommentaren oder per Email.

Seegurken – Kunterbunte Stachelhäuterfakten

Seegurken in der Hand

Seegurken – Salat : Kunterbunte Stachelhäuterfakten

Die Seegurken präsentiert sich am Ende des Films

Die gemeine SeegurkeMit über 1200 Arten in allen Weltmeeren beheimatet, ist die bizarr anmutende Seegurke eine waschechte Kosmopolitin. Und wie es sich für eine Solche gehört, ist ihr äußeres Erscheinungsbild, ähnlich wie ihr Habitat, von erstaunlicher Vielseitigkeit geprägt.

 

 

Hier ein kleiner Exkurs in die spannende Welt der Seegurken-Biologie:

Der walzenförmiger, weiche Körper der Seegurke variiert zwischen einer Länge von wenigen Millimetern bis hin zu 2,5 Metern, wobei interessanterweise die Längste ihrer Art, nämlich die gefleckte Wurmseegurke, endemisch im Roten Meer sowie im Indopazifik, einen Durchmesser von gerade einmal 5 Zentimetern erreicht.




Da sich die europäische Seegurke im Allgemeinen farblich lieber bedeckt hält (sie favorisiert meist ein dezentes, einheitliches Schwarz, Braun oder Grau, exzentrische Europäerinnen bestechen auch schon mal durch gewagtere Gelbtöne), mutet sie gegen ihre tropische Konkurrenz an, wie eine graue Maus: Deren Farbpalette bietet von Grün und Knallrot über Blau und Violett so ziemlich alles, was das Lichtspektrum hergibt.

Manche Seegurken tragen Punkte, andere farblich abgesetzte Streifen, Warzen, Dornen oder Stacheln. 

Einige sind ausgesprochene Einzelgänger, andere setzen auf die Macht der Überzahl und sind in großen Gruppen anzutreffen, ein Phänomen, welches auch als Aggregation bezeichnet wird. Massenhaft trifft man sie auch in der Tiefsee an: Dort stellen sie sage und schreibe 90% der Biomasse.

Auch in Sachen Ernährungsgewohnheiten lassen sich die verschiedenen Seegurken ungern über einen Kamm scheren: Während die einen gemächlich und auf leisen Kriechsohlen als sogenannte Sedimentfresser den Meeresgrund als lebende Staubsauger durchpflügen, fischen die Planktonfresser unter Zuhilfenahme ihrer Tentakel Kleinstlebewesen aus dem Wasser.

Apropos Ernährungsgewohnheiten: In einigen Kulturen dieser Erde enden die Holothuroidea, so die zoologisch korrekte Bezeichnung, tatsächlich als Seegurken-Salat, so gelten sie im asiatischen Raum, aber beispielsweise auch in Spanien als wahre Delikatesse. Vermutlich ist es ihrer Form geschuldet, dass sie mancherorts auch als Aphrodisiakum gehandelt werden.

Seegurken gehören zu den Stachelhäutern

Und wo wir gerade im weiteren Sinne von Fortpflanzung reden: Die Seegurke praktiziert, je nach Art, unterschiedliche Techniken.

So findet man unter ihnen sowohl getrenntgeschlechtlich lebende Arten, die ihre Keimzellen zum Zwecke der Befruchtung ins Wasser entlassen, als auch die asexuelle Form der Reproduktion bevorzugende Arten, welche durch simple Teilung oder Abschnürung für Nachwuchs sorgen (man nennt dies auch Fissiparie).

Die Fortbewegung erfolgt mittels Hydraulik, dem sogenannten Ambulacralsystem. Dabei handelt es sich um in fünf Reihen angeordnete Füßchen (übrigens ein Merkmal, das auf das enge verwandtschaftliche Verhältnis mit Seestern und Seeigel hinweist, deren Exterieur durch die fünfstrahlige Symmetrie gekennzeichnet ist) und einem flüssigkeitsgefüllten Kanalsystem mit muskulösen Ampullen im Körperinneren, wodurch die Füßchen synchron in Bewegung gesetzt werden können. Es existieren allerdings auch einige schwimmfähige Arten.

Seegurken gehören wie beispielsweise auch der Axolotl, zu den beneidenswerten Lebewesen, denen es möglich ist, Regenerate zu bilden: Fühlen sie sich bedroht, werfen sie als Ablenkungsmanöver einen Teil ihrer Eingeweide aus und können diese später wieder herstellen.

Einige Arten besitzen als zusätzliche Waffe klebrig-schleimige, teils giftige Fäden (die sogenannten Cuvierschen Schläuche), die auf den Angreifer geschleudert werden können und diesen somit außer Gefecht setzen.

Möchte die Seegurke nach geglückter Gegenwehr mal tief durchatmen, tut sie dies übrigens durch ihren After. Als Besonderheit besitzt sie nämlich sogenannte Wasserlungen, dabei handelt es sich um paarige Ausstülpungen des Enddarms, mit denen sie Sauerstoff aus dem Wasser aufnimmt.

Das Hinterteil der Seegurke ist aber noch einem weiteren Grund erwähnenswert. 

So beherbergt beispielsweise die im Mittelmeer beheimatete Königsseegurke von Zeit zu Zeit den Eingeweidefisch als Untermieter. Und dieser kriecht ihr dann, ob aus Dankbarkeit oder nicht, sei dahingestellt, wortwörtlich in den Allerwertesten.

Die Seegurke auf dem Meeresgrund.

In der Meerwasser-Aquaristik werden als optischer Blickfang vorrangig bunte Seegurken angetroffen. Zu berücksichtigen ist dabei die extreme Dünnhäutigkeit dieser Tiere:

Eine Berührung mit Heizstäben bekommt dem sensiblen Stachelhäuter ebenso wenig wie eine zu starken Sog ausübende Pumpe. Eine Vergesellschaftung ist vor allem für die meisten Mitbewohner problematisch:

Fühlt sich die Seegurke bedroht, greift sie zu oben bereits erwähnten, drastischen Maßnahmen und mutiert zur giftigen Gefahr:

Der unfreiwillige Konsum der unbekömmlichen Seegurken-Eingeweide endet für den Flossen besetzten, vermeintlichen Prädator nicht selten tödlich, zudem leidet selbstverständlich die Wasserqualität.

Eine harmonische, optisch äußerst ansprechende, „kulinarische“ Koexistenz ist beispielsweise mit den farbenfrohen Seeäpfeln möglich, aber auch Korallen sind als Lebensgefährten geeignet.

[amazon_link asins=’B01MSLP8S9,B01IF0ZWX6′ template=’ProductCarousel‘ store=’bla-und-blubb-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’1833ed90-5702-4f73-93cf-d7efa3627ae0′]

Aquarium – Kühlen im Sommer

Sucht Euch den passenden Ort für Euer Aquarium

Aquarium kühlen im Sommer 

Mit dem Sommer klettern die Temperaturen oftmals für Mensch und Tier in unerträgliche Höhen. Besonders im August ist es schwül und viel zu warm. Wir sitzen in unseren Wohnungen und oftmals hilft nur ein Ventilator oder -falls vorhanden- die Klimaanlage. Dementsprechend ist auch das Aquarium kühlen sehr wichtig. 

Aquarium kühlen im Sommer. So geht es.

Was viele nicht wissen: Auch das Aquariumwasser bleibt von diesem Temperaturanstieg nicht verschont. Doch was kann gegen den Sommer unter der Wasseroberfläche getan werden? Wie senkt man bzw. wie hält man die Temperatur kühl, damit die lieben, schuppigen Mitbewohner nicht unter der Hitze leiden müssen?

Generell gilt ja, dass die meisten Fische geringe bzw. langsam-einhergehende Temperaturschwankungen problemlos verkraften können, deshalb ist es recht einfach und mit geringem Aufwand möglich, das Aquarium auf die richtige Temperatur zu bringen oder diese auch zu halten. Immerhin sollen sich Eure Fische ja auch im Sommer wohl fühlen.

Vermeidet unbedingt zusätzliche Wärmequellen im Sommer!

Steigt die Temperatur in Eurer Wohnung bzw. in Eurem Zimmer an, ist es wichtig, weitere Wärmquellen umgehend zu vermeiden. Wärmequelle Nummer Eins ist und bleibt hierbei die Beleuchtung des Aquariums.




Denn diese gibt auch schon nach kurzer Zeit vergleichsweise viel Wärme ab und heizt dadurch das zusätzlich Wasser auf. Auch die Abdeckung des Aquariums zu entfernen (wenn ihr nicht gerade Sprungkünstler wie zum Beispiel den Beilbauchsalmler beherbergt oder angelfreudige Samtpfoten als Mitbewohner habt), kann dabei helfen, die Temperatur merklich zu verringern.

Das Aquarium kühlen – so sinkt die Temperatur noch weiter

Hat das Vermeiden der Wärmequellen noch nicht zum gewünschten Effekt geführt, gibt es selbstverständlich noch weitere Optionen. Wusstet ihr beispielsweise schon, dass bei kleineren Aquarien (30-60L) sogar Eiswürfel zum Einsatz kommen können? Bei größeren Becken mit einem noch höheren Fassungsvolumen sollte jedoch auf diese Form der Kühlung verzichtet werden, da die Größe dieser kleinen „Kühlelemente“ hier nicht ausreicht, um einen merklichen Effekt zu erzielen.

Sucht EUch den paasenden Ort für Euer Aquarium

Tipps für größere Aquarien ab einem Fassungsvolumen von 60 Litern

Wer über ein größeres Aquarium verfügt, muss im Sommer gegebenenfalls  schwerere Geschütze auffahren, um seinen Fischen eine angenehme Umgebung einzurichten.

Günstig und unkompliziert: Aquarium kühlen mit dem ZIP-Beutel

Mit dem ZIP-Beutel kann man auf einfache und vergleichsweise kostengünstige Weise das Aquarium um bis zu 2 Grad Celsius runter kühlen. Man füllt hierzu den besagten ZIP-Beutel einfach mit Wasser auf und legt ihn dann ins Eisfach. Nun wartet man so lange, bis das Wasser im Inneren vollständig gefroren ist. Danach kommt der Beutel auf die Wasseroberfläche des Aquariums. Zu beachten ist hierbei unbedingt, dass der Beutel in der Nähe des Ausströmers liegen muss. Der Vorgang lässt sich beliebig oft wiederholen, bis die Wassertemperatur um 1-2 Grad Celsius gesenkt worden ist.

Die Membranpumpe gegen Sauerstoffknappheit als ideale Ergänzung

Ein weiteres Hilfsmittel für optimale Wasserbedingungen im Sommer stellt die Membranpumpe dar. Diese ist zwar nicht wirklich zum Kühlen geeignet, allerdings hilft sie dabei, die Sauerstoffknappheit im Aquarium zu beseitigen.

Modern und hochwertig – das Kühlgebläse

Den schnellsten und einfachsten Weg, die Temperatur auch im größeren Aquarium zu reduzieren, stellen die modernen Kühlgebläse dar. Diese werden an der Rückseite des Aquariums befestigt und zeigen direkt auf den Ausströmer. Dadurch verteilt sich das kühle Wasser mit der Zeit gleichmäßig im ganzen Aquarium. Innerhalb weniger Stunden lässt sich die Temperatur um ganze 4 Grad Celsius verringern.

[amazon_link asins=’B0042A36H8,B01MS8EKO8′ template=’ProductCarousel‘ store=’bla-und-blubb-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’283d10f8-fda1-4e6a-9db2-e91233bd44bd‘]

Wichtig: Kühlen mit Bedacht!

Die hohen Temperaturen im Sommer lassen uns Menschen gern nach der ein oder anderen extremen Abkühlung dürsten. Beachtet beim Kühlen des Aquariums jedoch immer, dass einige Fische unter Umständen ein wenig empfindlicher sind als man selbst. Viele Arten vertragen niedrigere Temperaturen bzw. den Wechsel zwischen warm und kalt nur schwer (oder gar nicht). Zur absoluten Grundausstattung gehört daher in jedem Fall nicht nur das jeweils gewählte „Kühlequipment“, sondern auch ein Thermometer, um die Temperatur nachhaltig kontrollieren und einem zu niedrigen Wert entgegensteuern zu können.

 

 

Der Axolotl

Der Axolotl im Aquarium

Der Axolotl – Liebenswertes Wassermonster

Der Axolotl fasziniert mich nun schon seit vielen Jahren aus diversen Gründen. Auch unter Exotenhaltern erfreut sich der mexikanische Schwanzlurch stetig wachsender Beliebtheit. An dieser Stelle möchte ich meiner Begeisterung Ausdruck verleihen und einige spannende Fakten zusammen stellen.




Wer sich einen Axolotl ins Haus holen möchte, sollte zunächst bedenken, dass dieser bei optimalen Pflegebedingungen über eine beachtliche Lebenserwartung verfügt, der Durchschnitt liegt bei 10-20 Jahren.

Unter optimalen Bedingungen versteht der Axolotl ein kühles (um die 17°C), sauerstoffreiches Becken mit möglichst großer Bodenfläche, da er sich hauptsächlich dort aufhält. Eine Vergesellschaftung mit anderen Aquarienbewohnern will gut überlegt sein, da diese nicht selten als Axolotl-Snack enden.

Denn so niedlich diese Amphibien mit ihren weit auseinander stehenden Augen, dem breiten Maul und ihren Kiemenästen ausschauen mögen, es handelt sich bei ihnen dennoch um fleischfressende Lauerjäger.

Innerhalb seiner Klasse nimmt der Axolotl eine Sonderstellung ein: Er ist sozusagen der Peter Pan der Amphibien – weil er nie richtig erwachsen wird. Die übliche Metamorphose vom aquatil lebenden Jugendstadium in ein lungenatmendes, erwachsenes Individuum bleibt bei ihm aus. Das Erreichen der Geschlechtsreife im Larvenstadium wird als Neotenie bezeichnet. Der Grund für dieses Phänomen ist das Fehlen von für die Metamorphose benötigten Schilddrüsenhormonen. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass sich die Metamorphose künstlich herbei führen lässt – durch die Gabe des Schilddrüsenhormons Thyroxin. Der Axolotl entwickelt sich in diesem Fall zu einem terrestrisch lebenden Querzahnmolch.

Eine weitere, faszinierende Eigenschaft des Axolotls ist seine Regenerationsfähigkeit: Er ist in der Lage, Organe und Gliedmaßen mit voller Funktionstüchtigkeit wieder nachzubilden.

Immer wieder lese ich, dass die Axolotl-Haltung als „einfach“ beschrieben wird. Dennoch gilt es natürlich, einige Dinge zu beachten.

Der Axolotl ist der Klasse der Amphiben zu zuordnen

Hier meine Top 10 des ultimativen Axolotl-Rundum-Wohlfühl-Programms:

1) Bitte beachten Sie die folgenden Badegewässerrichtlinien – Die Wasserqualität:

Regionale Unterschiede in der Wasserhärte, dem Chlorgehalt dem pH-Wert und weiteren Parametern gilt es zu beachten und ggf. entsprechend der Bedürfnisse der Tiere anzupassen. Im Zweifel ist unbedingt ein Fachmann zu Rate zu ziehen.

2) My home is my castle – Das Becken:

Es sollte bei einem einzeln gehaltene Axolotl die Mindestmaße von 80 x 40 x 50cm keinesfalls unterschreiten und keine Abdeckung haben, da es sich, wie bereits oben erwähnt, um Kaltwassertiere handelt. Für eine adäquate Wasserkühlung muss in den warmen Monaten des Jahres unbedingt gesorgt sein, direkte Sonneneinstrahlung ist in jedem Fall zu vermeiden.

3) Tücken des Alltags – Der Bodenbelag:

Eine der häufigsten Todesursachen in Gefangenschaft gehaltener Axolotl ist Verstopfung durch die Aufnahme von Kies. Wählt man grobe Kiesel mit einem Durchmesser von mindestens 2,5cm, werden diese nicht mehr von den Tieren aufgenommen. Beachtet man außerdem eine ausreichende Tiefe (mindestens 7cm), haben wir gleich gute Voraussetzungen für den nächsten Punkt geschaffen:

4) Nicht unbedingt mit dem grünen Daumen gesegnet – Die Bepflanzung:

Pflanzen sollten möglichst frei stehend platziert werden, das heißt, die Tiere sollten rundherum genug Platz zum Vorbeilaufen haben, andernfalls wird der Axolotl diese mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei seinen Streifzügen durchs Aquarium ausbuddeln. Aus dem gleichen Grund sollte die Begrünung möglichst tief im Bodengrund versenkt werden.

5) Essen hält Leib und Seele zusammen – Die Fütterung:

Krebstiere, kleine Fische, Laich, kleinere Artgenossen, Shrimps, Bachflohkrebse, Mückenlarven, Mehlwürmer (diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!) lassen dem Axolotl das Wasser im Maul zusammen laufen. Ungeeignet sind dagegen Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch. Nacktschnecken mögen zwar einen preiswerten Snack für Zwischendurch darstellen, sind aber aus hygienischer Sicht bedenklich – die Gefahr, dass der Axolotl sich beim Verspeisen mit Parasiten infiziert, ist schlicht zu hoch.

6) Beim Fressen hört die Freundschaft auf – Die Vergesellschaftung:

Diese gestaltet sich, wie bereits erwähnt, als schwierig, es ist jedoch möglich, dem Axolotl Zierfische als Lebendfutter anzubieten. Zu bedenken ist jedoch, dass beispielsweise der allseits beliebte Guppy vorzugsweise an der Wasseroberfläche lebt und somit für den Axolotl zum unerreichbaren Objekt der Begierde wird. Eine Wohngemeinschaft mit Artgenossen unterschiedlicher Körpergröße sollte tunlichst vermieden werden, in puncto Fressen macht der Axolotl nämlich auch vor Seinesgleichen nicht Halt.

7) Immer mit der Ruhe – Vermeidbare Stressfaktoren:

Strömung des Wassers, zum Beispiel durch ungeeignete Pumpen, Chlorgehalt im Wasser, aber auch andere Tiere wie deutlich größere Artgenossen oder zu hohe, ebenso wie dauerhaft zu niedrige Wassertemperaturen schwächen stressbedingt das Immunsystem und führen über kurz oder lang zu ernsthaften Erkrankungen.

8) Fit durch die kalte Jahreszeit – Winterruhe/Winterschlaf:

An dieser Stelle sei ausdrücklich darauf hin gewiesen, dass Axolotl weder Winterruhe noch Winterschlaf halten! Das dauerhafte Absenken der Temperatur sowie die Reduzierung oder gar Einstellung der Fütterung über die Wintermonate sind somit nicht artgemäß und zwingend zu unterlassen. Eine vorübergehende Senkung der Wassertemperatur aus medizinischen Gründen kann dagegen wahre Wunder bewirken, dies sollte jedoch nur in Absprache mit einem amphibienerfahrenen Tierarzt erfolgen.

9) Alarmstufe Rot – Typische Warnsignale:

Die Kiemenäste stellen eine Art Stimmungsbarometer dar: Steil nach vorn gestellt deuten sie auf Unwohlsein hin, das Gleiche gilt für eine seitlich eingerollte Schwanzspitze. Auch Kratzen und Scheuern sowie Hautveränderungen oder Verhaltensänderungen jeglicher Art sollten immer Anlass zur Ursachenfindung geben.

10) Save our Wildlife – Der ursprüngliche Lebensraum:

Die heute in Gefangenschaft gehaltenen Axolotl stammen ausschließlich aus Nachzuchten. Ein freilebendes Exemplar zu sichten grenzt heute an ein Wunder: Das Seen-System nahe Mexico-City, in dem der Axolotl endemisch ist, stellt aufgrund der starken Wasserverschmutzung mittelfristig keine adäquate Heimat mehr dar. Aus diesem Grund ist der Gewässerschutz sicherlich eine Herzensangelegenheit der possierlichen Schwanzlurche. Aber damit sind wir auch schon mitten in der Überleitung zu einem ganz eigenen Thema.

[amazon_link asins=’3944821157,3866592906′ template=’ProductCarousel‘ store=’bla-und-blubb-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’6ec1403b-bfd6-4416-ac5d-877785b7eb0d‘]