Die Barbe – Fisch des Jahres in Deutschland 2003

Fische im Rhein - Der Barbe

Ein relativ unscheinbarer Fisch, jedoch geschmückt mit vielen Titeln…

Die in sauerstoffreichen europäischen Fließgewässern beheimatete, bis zu 1 Meter lange Barbe (ihr lateinischer Name lautet Barbus barbus) gehört zur Ordnung der Karpfenartigen (Cypriniformes). Aktuell (Stand 2018) wird sie von der Weltnaturschutzunion IUCN als nicht gefährdet („least concern“)
eingestuft, da sich ihr Bestand erfreulich erholt hat. Dies war jedoch nicht immer der Fall, wird doch der „Fisch des Jahres“ seit dem Jahre 1984 je nach Gefährdung der auserwählten Art aufgrund schädigender Einflüsse des Menschen auf seinen Lebensraum ernannt.




Demnach ist die Barbe ein richtiges Stehaufmännchen, die drastische Eingriffe in ihr Habitat, vor allem in Form von Wasserverschmutzung
und Gewässer-Regulierung zu verkraften hatte. Darüber hinaus zählt die Barbe zu den so genannten „Arten nationaler Verantwortlichkeit Deutschlands“, oftmals auch kurz und prägnant als „Verantwortungsarten“ bezeichnet.

Darunter werden sowohl Tier – als auch Pflanzenarten zusammen gefasst, für deren Erhalt und Schutz die Bundesrepublik Deutschland nach der 2007 verabschiedeten „Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt“ eine besondere Verantwortung trägt. Mit Leben gefüllt bedeutet dieser Bürokraten-Slang, dass jene Verantwortungsarten entweder ausschließlich in Deutschland vorkommen (also dort endemisch sind) oder aber, dass Deutschland, gemessen an der Weltpopulation, an deren Vorkommen einen besonders hohen Anteil hat, und somit einen – welch wunderbare Wortschöpfung – Biodiversitäts-Hotspot darstellt.

Auf unsere Barbe trifft (wenn überhaupt) letzteres Kriterium zu. Man trifft diesen Fisch nämlich auch außerhalb Deutschlands in ganz Europa an – mit Ausnahme der Alpen, Skandinavien, Südbulgarien und dem größten Teil Griechenlands.

Namens-Pate für eine ganze Region…

Die Barbe ist ein typische Grundfisch. Ihre Lebensweise ist, wie man unseren Videos unschwer entnehmen kann, überaus gesellig.

Barben mögen eine moderate Strömung (man spricht in diesem Zusammenhang auch von „rheophilen“ Fischen). Der bevorzugte Untergrund besteht aus grobkörnigem Sand oder feinem Kies, die Uferzone sollte vegetationsreich sein. Entsprechende Flusszonen bezeichnet man daher auch als „Barbenregion“ (man unterscheidet zwischen insgesamt fünf verschiedenen „Fischregionen“), da die Barbe in diesen Gewässer-Arealen den so genannten Leitfisch darstellt, was nichts anderes bedeutet, als dass sie die dort vorherrschende, charakteristische Fischart ist.

Und wo gerade im weitesten Sinne von Namen die Rede war: Je nach Region wird die Barbe auch als Flussbarbe, Barbel oder Pigge bezeichnet. Wie sehe ich aus? Allein gemessen an ihrer Optik würde die Barbe vermutlich keinen Pokal überreicht bekommen, ihr Erscheinungsbild fällt in der oft so knallig bunten und ausgefallenen Fischwelt eher in die Kategorie Mauerblümchen.

Ihr lang gestreckter Körper wird, wie bereits oben erwähnt, in Einzelfällen bis zu einem knappen Meter lang, meist misst die Barbe aber zwischen 25 und 75 Zentimeter und wiegt bis zu 10 Kilogramm. Der seitlich abgeflachte Körper, in der Bauchlinie gerade und in der Rückenlinie mäßig gewölbt, ist mit
mittelgroßen Schuppen bedeckt. Diese sind bei der ansonsten eher unscheinbaren Barbe allerdings recht hübsch gefärbt: Sie schillern goldgelb bis grün-weißlich.

Die unterständige Maulform verrät, dass es sich hierbei um einen am Grund des Gewässers lebenden Fisch handelt: Der Unterkiefer ist im Verhältnis zum Oberkiefer verkürzt, was zur Folge hat, dass die rüsselartig ausgezogene, mit wulstigen Lippen und vier Barteln besetzte Maulöffnung nach unter zeigt. Hiermit sucht die Barbe am Bodengrund nach Nahrung wie zum Beispiel Würmern, Insektenlarven, Schnecken, Muscheln sowie gelegentlich Fischbrut und Pflanzenteilen.

Zusammenfassend darf man also sagen, dass es sich bei der Barbe nicht um eine Beauty-Queen im klassischen Sinne handelt, auch wenn die Schönheit bekanntlich im Auge des Betrachters liegt. Und außerdem, ein bisschen Galgen- oder in diesem Fall wohl eher Angel-Humor sei an dieser Stelle
erlaubt, bei Lebewesen im Allgemeinen und bei Fischen im Besonderen zählen ja oftmals eher die berühmten Inneren Werte – oder etwa doch nicht?

Fische sind Freunde, kein Futter…

In Anlehnung an dieses populäre Filmzitat sei darauf hingewiesen, dass der Rogen und auch das ihn umgebende Bauchfleisch der Barbe keineswegs als Delikatesse gehandelt werden kann, sondern im Gegenteil für den menschlichen Verzehr überaus ungeeignet ist: Sowohl im rohen Zustand als auch gegart führt der Konsum zu heftigen gastrointestinalen Symptomen wie Durchfällen und Erbrechen. Die Lebenserwartung der Barbe liegt übrigens– sofern man sie in Würde altern lässt, bei etwa 12 bis 15 Jahren.

Futter für die Fische

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Schonmal was von Seefledermäusen gehört?

Seefledermäuse im Wasser

Badende Blutsauger, Fliegende Fische – der Name lässt zugegebener Maßen viel Raum für Assoziationen und befeuert die Fantasie. Bla und Blubb möchten das tierische Rätsel lösen und heute eine Tierfamilie vorstellen, die trotz – oder möglicherweise sogar gerade wegen ihres relativ geringen Bekanntheitsgrades viele spannende Fakten für Wassergetier – und Naturliebhaber bereit hält.




Keine Mogelpackung: Der seltsame Name hält, was er verspricht…

Obwohl die Unterwasserwelt für ihre oft skurrilen, teils regelrecht außerirdisch anmutenden Bewohner bekannt ist, dürften sämtliche Vertreter aus der Familie der Seefledermäuse (Ogcocephalidae) zweifelsfrei in die Kategorie VIP – Very Impressive Phenotype – fallen.

Ähnlich wie die namensverwandten, kosmopolitischen Säugetiere sind Seefledermäuse sind in allen tropischen und subtropischen Meeren der Erde beheimatet – einzig mit Ausnahme des Mittelmeeres.

Eine echte Rarität: Von Kopf bis Fuß außergewöhnlich…

Wie eingangs erwähnt, tanzt die Seefledermaus mit ihrem auffälligen Exterieur selbst in der abwechslungsreichen Unterwasserwelt optisch aus der Reihe. Natürlich gibt es bei den über 70 bekannten Arten Unterschiede im Aussehen: Ihre Größe variiert von 5cm bis hin zu knapp 40cm. Der häufig merkwürdig geformte Kopf leuchtet gerne in knalligen Farben und scheint viel zu groß für den Rest des Tierkörpers. Gern schmückt sich die Seefledermaus zusätzlich mit stacheligen Hornfortsätzen. Diese Auffälligkeit trug wohl auch zur zoologischen Namensgebung der Familie „Ogcocephalidae“ bei: Es finden sich darin die griechischen Wörter für „Geschwulst“ und „Kopf“ wieder. Die Hornplatten bieten exzellenten Schutz gegen potentielle Angreifer. Bei einigen Arten ist der Körper fast dreieckig.

Die interessanten Formen dienen nicht allein der Optik sondern haben ganz praktischen Nutzen.

Raffinesse bei der Nahrungsbeschaffung…

Zum Fangen von Beute (wie zum Beispiel von kleinen Wirbellosen) bedient sich die Seefledermaus nämlich folgender kleiner List: Ihre Rückenflosse wurde von der Evolution einer äußerst nützlichen Modifikation unterzogen – Nur der erste Strahl ist erhalten geblieben und – wie es sich für einen echten Armflosser gehört – zu einer kleinen Angel umgebildet, dessen Ende direkt vor den hungrigen Schlauchboot-Lippen (welche im Übrigen zusätzlich zu diesem Köder eine hohe Anziehungskraft auf potentielle Nahrung ausüben) baumelt. Hiermit wedelt sie also bei ihrer „Jagd“ mit der Absicht, Beute anzulocken, im Wasser herum. Ist ein passendes Opfer in Reichweite, reißt sie ihr knalliges Maul blitzschnell auf und der entstehende Unterdruck befördert die Beute direkt in ihren Verdauungstrakt – es ist quasi wie im Schlaraffenland: Sie sorgt somit auf maximal energiesparende Art dafür, dass ihr das Essen auf direktem Weg in das Maul spaziert. Apropos spazieren…

Wie komme ich von A nach B? Segeln oder stelzen zur Fortbewegung – das ist hier die Frage…

Bei der Mehrheit der unter Wasser lebenden Tiere hat sich bekannter Maßen das Schwimmen als Fortbewegungsart Nummer Eins durchgesetzt. Sollte die Seefledermaus etwa auch hier auf ihre Andersartigkeit pochen? Anders als ihre flatternden Namensvetter vermuten lassen könnten, sind die Brustflossen der Seefledermäuse zu einer Art Stelzen umfunktioniert, mit denen sie ungelenk über den Meeresboden kriecht. – Dabei könnte man auf Grund der Namensgebung leicht auf sie Idee kommen, dass sie mit kräftigen Flügelschlägen elegant – ähnlich wie ein Rochen – durch die Weltmeere gleitet

In jedem Fall beflügeln diese Tiere mit ihrer Formvielfalt und Farbenpracht wie bereits oben erwähnt aber eines – die Fantasie..

Als die den meisten Fischfreunden möglicherweise geläufigste Vertreterin ihrer Art, vielleicht wegen ihres auffälligen Make Ups, sei an dieser Stelle die Darwin-Seefledermaus (Ogcocephalus darwini) erwähnt, im Englischen besonders anschaulich als Red Lipped Batfish (übrigens nicht zu verwechseln mit ihrem Verwandten, dem Rosy lipped batfish) bezeichnet – ihre knallrot leuchtenden Lippen besitzen unbestreitbar einen hohen Wiedererkennungswert. Man trifft sie in im sandigen Bodengrund des südöstlichen Pazifik, rund um die Galapagos Inseln in bevorzugt flacherem Wasser – die meisten anderen Arten trifft man in deutlich tieferen Gefilden an. Der üppige, rote Schmollmund ist – wie könnte es anders sein – auch bei der richtigen Partnerwahl ein ausschlaggebendes Kriterium, ein Phänomen, das uns auch in der menschlichen Welt hinlänglich bekannt ist.

Für die Haltung und Pflege in einem Heimaquarium sind diese überaus interessanten Tiere übriges nicht geeignet, Berichte über eine erfolgreiche längerfristige Beherbergung sind uns nicht bekannt.

Um in den Genuss ihres ungewöhnlichen Anblicks zu kommen, muss man daher selbst aktiv werden, was ja nicht immer das Schlechteste sein muss:

Mit viel Glück bekommt man dann eine Seefledermaus beim Schnorchel-Ausflug in der Karibik zu Gesicht und hat die Gelegenheit, dem stelzenden Schmollmund eine Kusshand zuzuwerfen – zu den bedrohten Arten zählt sie aktuell (Stand 2018) jedenfalls dankenswerter Weise nicht.

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Der Schwarze Phantomsalmler

Der Schwarze Phantomsalmler im Aquarium

Altbewährtes Schmuckstück:

Dieser hübsche und interessante Zierfisch aus der Ordnung der Salmlerartigen erfreut sich seit den Fünfziger Jahren in den Aquarien der Republik völlig zu Recht großer Beliebtheit, ist er Doch eine optische Bereicherung für jedes Biotop.

Heimatgefühle:

Wie die meisten Exemplare der in der Aquaristik anzutreffenden Salmler stammt Hyphessobrycon megalopterus – alternativ hört er aber auch auf den Namen Megalamphodus rodoaguae – aus Südamerika. Dort trifft man ihn im Schutz von üppig bepflanzten Bereichen in den sauren, mineralarmen Gewässern Brasiliens und Boliviens.




Um für geograpisch Bewanderte exakt zu bleiben: Er lebt dort im Einzugsgebiet des Río Paraguay und des Rio Guaporé. Interessante Extra-Informationen findest Du diesbezüglich übrigens in unserer Kategorie Flüsse.

Gleichberechtigung sieht anders aus:

Der schwarze Phantomsalmler (neben ihm gibt es übrigens noch den Roten Phantomsalmler und den Gelben Phantomsalmler) weist im Gegensatz zu vielen anderen Salmlerartigen einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus auf.
Das bedeutet, männliche und weibliche Individuen sind optisch deutlich voneinander zu unterscheiden. 

Erfreulicherweise dürfen sich bei diesem Tierchen zur Abwechslung mal die Damen der Schöpfung in ein farbenfroheres Gewand kleiden als ihre männlichen Kollegen. Ihr Körper ist leicht rötlich mit intensiv-roten Flossen, die männlichen Tiere hingegen sind hell gräulich, in der Balz färbt sich der hintere Teil ihres Körpers schwarz. 

Beide Geschlechter tragen direkt hinter dem Kiemendeckel den namensgebenden Schulterfleck. Dieses schwarze Alleinstellungsmerkmal verläuft beidseits in vertikaler Richtung und ist an den Seite weiß eingerahmt. Ihr salmler-typisch seitlich stark abgeflachte Körper wird etwa 5 Zentimeter lang.

Der Schwarzer# Phantomsalmler im Schwarm

We are Family:

Der salmlertypischen Geselligkeit sollte man als verantwortungsbewusster Aquarianer unbedingt Rechnung tragen: Gruppen ab 10 Exemplaren tragen maßgeblich zum Wohlbefinden des Schwarzen Phantomsalmlers bei.

Gelegentlich findet man in der Literatur auch Angaben, dass eine paarweise Haltung ebenfalls legitim sei, dies ist jedoch inzwischen überholt und als nicht artgemäß anzusehen. 

Zur Vergesellschaftung eignen sich beispielsweise Panzerwelse und Zwergbuntbarsche sowie fast alle anderen Salmler. Eine Ausnahme in letzer Kategorie bildet zum Beispiel der Kupfersalmler. Dieser neigt – vor allen Dingen während der Laichzeit – dazu, Fische anderer Art mitunter heftig zu jagen. In solch ruppiger Gesellschaft neigt der Schwarze Phantomsalmler dazu, eher scheu und schreckhaft zu bleiben.

Natürlich muss bei der Besatzdichte für genügend Schwimmraum gesorgt sein, auch die Wasserqualität darf nicht unter zu üppiger Geselligkeit leiden.
Der Schwarze Phantomsalmler hält sich bevorzugt in den mittleren Wasserbereichen des Aquariums auf.

Schaukämpfe statt echter Aggression:

Die männlichen Schwarzen Phantomsalmler bilden kleine Reviere und verteidigen diese mit ritualisierten Kämpfen, bei denen jedoch der Gegner fast nie ernsthaft verletzt wird. Nur selten kommt es zu leichteren
Läsionen der Flossen, diese heilen aber in aller Regel problemlos wieder ab.

Für diesen Genesungsprozess muss selbstverständlich genügend Rückzugsmöglichkeit gegeben sein. Häufig zu beobachten ist zum Beispiel das so genannte seitliche Imponieren des männlichen Schwarzen  Phantomsalmlers:

Hierbei legt sich das männliche Tier mit aufgerichteten Flössen für einige Zeit schräg ins Wasser, diese Geste kann sowohl territoriales Verhalten wie auch Balzverhalten bedeuten, dienst also je nach Situation dem Imponieren sowohl weiblicher als auch männlicher Artgenossen.

Zusammenfassend handelt es sich beim Schwarzen Phantomsalmler also um einen friedliebenden Fisch, der problemlos mit nicht räuberisch lebenden anderen Fischen im Gesellschaftsbecken zu halten ist.

Munter wie ein Fisch im Wasser – Wissenswertes über die richtigen Wasserparameter:

Wie bereits erwähnt lebt der Schwarze Phantomsalmler in seiner südamerikanischen Heimat ausschließlich in sauren bis sehr sauren und mineralarmen Gewässern. Dennoch weist er in menschlicher Obhut abweichenden Parametern gegenüber eine bemerkenswerte Toleranz auf. So kann man ihn ohne Weiteres auch in Aquarien mit einem leicht alkalischen pH-Wert (bis 7,5) pflegen.

Ideal ist für ihn weiches Wasser, seine Schmerzgrenze liegt bei einer Gesamthärte von 18°, mit Nachwuchs ist in diesen Bereichen allerdings nicht mehr zu rechnen. Sein Temperatur Optimum beträgt 22°C bis 28°C, dieses sollte nach Möglichkeit weder über – noch unterschritten werden.

Die richtigen Rahmenbedingungen:

Um dem Schwarzen Phantomsalmler eine Unterkunft zu bieten, in der er sich so richtig wohl fühlt, sollte man unbedingt auf eine üppige Bepflanzung achten. Genügend Schwimmplatz muss natürlich dennoch gewährleistet sein, weshalb eine Aquariengröße von 60 Litern (dieser Brutto-Inhalt wird oft als ausreichend angegeben) in meinen Augen zu knapp bemessen ist, vor allem, wenn man plant, ihn mit weiteren Arten zusammen zu halten.

Die dunklen, dicht bewachsenen Gewässer seiner Heimat kann man ihm durch ein ausreichendes Angebot an Schwimmpflanzen imitieren. Hierfür bestens geeignet ist zum Beispiel der Schwimmende Hornfarn (Ceratopteris pteridioides), eine sehr schnellwüchsige und überaus robuste Wasserpflanze, die in fast allen tropischen Gewässern dieser Erde beheimatet ist. Darüber hinaus ist diese Pflanze ein sehr guter Nitrat-Verwerter, ihre Anwesenheit kann also helfen, überschüssigem Algenwachstum entgegen zu wirken.

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Kein Gourmet unter den Flossenträgern:

Der Schwarze Phantomsalmler gibt sich auch in Sachen Ernährung überaus pflegeleicht. Egal, ob Lebendfutter, Frostfutter oder auch Flockenfutter – alles wird gern von ihm akzeptiert und – gute Qualität voraus gesetzt – die Auswahl hat keinen maßgeblichen Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden.

Auf ein schönes, langes Leben:

Beherzigt man die oben genannten Ratschläge, so hat man sich mit dem Schwarzen Phantomsalmler einen relativ langlebigen Pflegling ins Haus geholt: Bis zu 6 Jahre lang kann man sich dann an seiner Schönheit und seinem interessanten Sozialverhalten erfreuen!

Zeitlos schön: Der Glühlichtsalmler

Glühlichtsalmler im Schwarm

Bereits seit den frühen Dreißiger Jahren erfreut sich der Glühlichtsalmler  (wissenschaftlicher Name Hemigrammus erythrozonus, wobei seine Zugehörigkeit zur Gattung Hemigrammus unter Fachleuten umstritten ist) größter Beliebtheit unter Aquarianern, ohne dabei an Attraktivität eingebüßt zu haben.




Sein natürliches Verbreitungsgebiet liegt im nördlichen Südamerika, genauer gesagt in Guayana. Dort lebt er im Gebiet des Essequibo, dem mit rund Tausend Kilometern Länge größten Fluss dieser südamerikanischen Republik. Die Wassertemperatur beträgt dort meist zwischen 24°C und 28°C. Dort ernährt er sich hauptsächlich von kleinen Wirbellosen. 

Schmuckes Längsband:

Namensgebend und Alleinstellungsmerkmal in der Salmlerfamilie ist sein intensiv leuchtendes, orange – rotes Längsband seitlich am ca. 3 bis 4,5cm großen Körper. Dies zieht vom Kiemendeckel bis in den Schwanzansatz hinein. Der obere Teil seiner Iris ist intensiv rot gefärbt. Der restliche Teil seines Körpers ist elfenbeinfarben, die Flossen erscheinen teilweise transparent.

Auf gute Gesellschaft:

Im Gesellschaftsbecken lässt sich eine Gruppe von Glühlichtsalmlern sehr gut gemeinsam mit anderen ruhigeren, kleinen Fischen wie beispielsweise dem Roten Neon oder anderen Salmlerartigen (Characiformes) halten. Er hält sich im Aquarium eher in den mittleren bis unteren Wasserregionen auf und stellt somit eine bunte Belebung dieser Wasserschicht dar. Dunkler Bodengrund vermittelt ihm Sicherheit und lässt gleichzeitig seine Farbenpracht optimal zur Geltung kommen.

Dichte, feingliedrige Bepflanzung, die aber noch genug Freiraum für Bewegung lässt und eine Schwimmpflanzendecke (beispielsweise durch den schnellwüchsigen Kleinohrigen Schwimmfarn / Salvinia auriculata) tragen ebenfalls maßgeblich zu seinem Wohlbefinden bei.

Der pH-Wert sollte zwischen 6 und 7,8 liegen. Eine leichte Strömung wird empfohlen, in seiner natürlichen Umgebung bevorzugt er langsam fließende Gewässer. Oft wird in der Literatur angegeben, dass der Glühlichtsalmler bereits in einer Beckengröße von 60 Litern zu halten ist, diese Größe sollte jedoch wirklich die absolute Untergrenze darstellen und ist bei steigender Besatzdichte, etwa im Fall einer Vergesellschaftung mit anderen Fischarten, eindeutig zu klein.

Zu beachten ist außerdem, dass es sich beim Glühlichtsalmler bei aller salmlertypischen Geselligkeit um einen Individualisten handelt, der, sofern es die Platzverhältnisse zulassen, kleine Reviere bildet und diese auch gegen seine Artgenossen verteidigt. Ernsthafte Verletzungen bei diesen Revierkämpfen sind jedoch die absolute Seltenheit. Dominierende Tiere erschließen sich dabei bevorzugt dunklere und damit sicherere
Aquarien-Areale. Eine echte Schwarmbildung findet nur bei drohender Gefahr statt, sobald sich die Tiere wieder sicher fühlen, kehren sie in ihr Revier zurück.

Glühlichtsalmler im Aquarium

Beim Futter nicht wählerisch

Die Ernährung des attraktiven Allesfressers gestaltet sich als recht unkompliziert. Er akzeptiert handelsübliches Flockenfutter ebenso wie Lebendfutter (zum Beispiel Insektenlarven oder kleine Wasserflöhe) und Frostfutter (besonders Rote Mückenlarven wirken sich positiv auf die Ausprägung der Färbung aus).

Hierzulande im Aquaristik-Handel angebotene Glühlichtsalmler stellen in aller Regel keine Wildfänge dar sondern stammen aus Nachzuchten.

Das richtige Aquarium für Deine Fische

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Von Rotnasensalmlern und ihren Doppelgängern

Der Rotnasensalmler fühlt sich im Schwarm wohl

…ein  munterer Farbtupfer für Dein Aquarium!

Beim Rotnasensalmler (manchmal auch als Rotmaulsalmler bezeichnet) handelt es sich um einen etwas weniger populären Aquarienfisch aus der Ordnung der Salmlerartigen (Characiformes).




Da er und die hier vorgestellten nahen Verwandten jedoch unter Beachtung einiger gängiger Regeln recht pflegeleicht und außerdem ungemein hübsch sind, möchte ich ihnen an dieser Stelle die gebührende Aufmerksamkeit widmen. Aus meiner Sicht völlig zu Unrecht stehen sie im Schatten ihrer berühmten Artverwandten, wie dem Roten Neon oder dem Glühlichtsalmler, mit denen sie im Übrigen problemlos vergesellschaftet werden können.
Hemigramus rhodostomus, so der wissenschaftlicher Name des Rotnasensalmlers, stammt aus Südamerika, genauer gesagt kommt er in Brasilien sowie in Venezuela vor. Er lebt dort im Bereich des unteren Amazonas sowie im Río Caura, einem Nebenfluss des Orinoco, dem viertgrößten Fluss der Welt.

Der Rotnasensalmler fühlt sich im Schwarm wohl

Achtung, Verwechslungsgefahr!

Er kann leicht zu Verwechslungen mit dem Rotkopfsalmler (Petitella georgiae) und dem hier im Bild- und Videomaterial vorgestellten Bleher`s Rotkopfsalmler (Hemigrammus bleheri, benannt nach dem deutschen Ichthyologen Heiko Bleher) kommen. Diese bleiben jedoch mit 3,5 bis 4 Zentimetern Körperlänge etwas kleiner und haben in Südamerika ein anderes Verbreitungsgebiet. Die Ähnlichkeit zwischen ihnen ist so verblüffend, dass man bei diesen drei Vertretern der Art auf den ersten Blick auch von innerartlichen Varianzen ausgehen kann. Hauptkriterium für die Unterteilung ist die unterschiedliche Bezahnung.

Das für den Betrachter sicherste Identifikations- bzw. Unterscheidungs-Merkmal für den Rotnasen- oder Rotmaulsalmler sind die zwei dunklen Flecken oben und unten am Ansatz der Schwanzflosse.

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Bei Petitella georgiae ist dieser dunkle Fleck lediglich oben am Schwanzansatz ausgebildet!

Dem Bleher`s Rotkopfsalmler hingegen fehlt der dunkle Längsstreifen seitlich am Schwanzstiel.

Sogar im Aquaristik-Fachhandel trifft man gelegentlich auf falsche  Bezeichnungen der dort angebotenen Tiere! Als Faustregel gilt: In den allermeisten Fällen handelt es sich im Zoofachhandel um die Art Hemigrammus bleheri.

Vom Kopf bis zur Schwanzspitze ein Blickfang:

Allen Vertretern gemein ist ein schlanker, seitlich stark abgeflachter Körper erreicht eine Länge von bis zu 5 Zentimetern (Hemigrammus rhodostomus).

Die namensgebende, blutrote Färbung des Maules bzw. der Kopfregion dient gewissermaßen als Stimmungsbarometer: Bei Wohlbefinden intensiviert sich diese imposante Färbung, entsprechend sollte man sich bei Farbverlust schleunigst auf Ursachenforschung nach möglichen Stressfaktoren begeben und die Haltungsbedingungen entsprechend optimieren.

Der restliche Körper ist silbern glänzend– gräulich bis leicht olivfarben, seitlich ab Höhe der Rückenflosse tragen  Hemigrammus rhodostomus und Petitella georgiae ein zum Schwanz hin breiter werdendes, dunkles Längsband, welches Hemigrammus bleheri, wie bereits erwähnt, fehlt.

Die Schwanzflosse sticht ebenso wie die Kopfpartie ins Auge: Sie ähnelt mit ihrer schwarz – weiß (bis gelblichen) Bänderung einem Schachbrettmuster. Es wird vermutet, dass diese auffallende Musterung dem Schwarm als Orientierungshilfe bei plötzlichen Richtungsänderungen dient.

Die übrigen Flossen sind farblos mit einer weißen Spitze.

Wie in der Welt der Salmler häufig zu beobachten, sind die weiblichen Tiere auch hier etwas fülliger als ihre männlichen Artgenossen.

So fühlt sich der Rotnasensalmler wohl

Obwohl der Rotnasensalmler, ebenso wie seine beiden Artverwandten, wie bereits erwähnt, ein eher genügsamer Aquarienbewohner ist, sollte auch hier bei der Haltung eine Beckengröße von 100 Litern nicht unterschritten werden. Eine angemessene Gruppengröße (als typische Schwarmfische sollten mindestens 10 Tiere in einer Gruppe gehalten werden) und das stark ausgeprägte Schwimmverhalten (im vorliegenden Video einer Gruppe Bleher`s Rotkopfsalmler kannst Du prima sehen, wie diese schönen Tiere lebhaft durcheinander schwimmen!) können so ausreichend berücksichtigt werden.

Ein dunkler Bodengrund und eine dichte Randbepflanzung tragen maßgeblich zum Wohlbefinden des Rotnasensalmlers und seiner beiden Verwandten bei. Auch Wurzeln werden gern als Rückzugsort genutzt.

Der pH-Wert sollte im sauren (6) bis schwach alkalischen Bereich (7,3) liegen. sie halten sich bevorzugt im mittleren Bereich des Wassers auf, dieses sollte eine Temperatur zwischen 23°C und 26°C aufweisen. Alle drei Fischarten sind Allesfresser.

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So ähnlich, und dennoch nicht beliebig austauschbar:

Die sichere Unterscheidung ist weniger für die artgemäße Pflege der Tiere von Bedeutung, da die Ansprüche bei allen dreien identisch sind, sondern gewinnt vielmehr bei einem etwaigen Zuchtvorhaben an Relevanz, da die Arten untereinander nicht zur Fortpflanzung befähigt sind. Bei ausbleibendem Nachwuchs sollte man daher neben den Haltungsbedingungen auch sorgfältig prüfen, ob man beim Kauf der Fische eventuell einer ungenauen Angabe aufgesessen ist.

Der Blutsalmler – Temperament und Farbenpracht

Blutsalmler im Aquarium

Wo komme ich eigentlich her?

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Blutsalmlers (Hyphessobrycon eques) erstreckt sich im Amazonasbecken von Argentinien über Paraguay, Brasilien und Bolivien. Als Neozoon, also als eine vom Menschen bewusst oder unabsichtlich künstlich in ein Ökosystem eingeführte Art, kommt er außerdem in Französisch Guayana vor.



Blutrünstiger Blutsalmler?

Im Gegensatz zu den meisten anderen Salmlerartigen (Characiformes) kommt es beim Blutsalmler vor allem bei Überbesatz und Futterneid vermehrt zu innerartlichen Aggressionen. Dabei können Artgenossen „angeknabbert“ werden und Auseinandersetzungen „bis auf`s Blut“ mit schwereren Verletzungen und auch Todesfällen sind durchaus möglich. Dennoch handelt es sich um gesellige Fische, die auf jeden Fall in Gruppen ab 10 Tieren gehalten werden müssen. Die Haltung in kleineren Gruppen ist tierschutzwidrig, da der Schwarm unter anderem dem Sicherheitsgefühl dient. Lediglich ihrer etwas größeren Individualdistanz und der Tendenz der männlichen Tiere zur Revierbildung (weibliche Tiere sollten aus diesem Grund in der Überzahl sein) muss bei der Auswahl der Beckengröße Rechnung getragen werden, wählt man eine Unterkunft ab 500 Litern, dann gestaltet sich die Haltung und auch die Vergesellschaftung mit anderen Fischen im Allgemeinen als salmlertypisch unproblematisch. Lange Körperanhänge, wie beispielsweise Skalare und Guppys sie aufweisen, laden tendenziell zum Anbeißen an, daher sollte im Zweifelsfall auf solche Fische bei der Haltung des Blutsalmlers im Gesellschaftsbecken verzichtet werden.

Oft sind innerhalb eines Schwarms auch nur vereinzelte „Problemfische“ zu beobachten, die ihre Mitbewohner zum Fressen gern haben.

Auf eine abwechslungsreiche, mengenmäßig ausreichende Fütterung sollte ebenfalls unter Beachtung der Erhaltung einer guten Wasserqualität geachtet werden, damit nicht der Kannibale im Fisch erwacht. Wöchentliche Teilwasserwechsel von 25% und eine starke Filteranlage sind essenziell wichtig zur Haltung des Blutsalmlers. Er ist ein Allesfresser, der sowohl Trockenfutter als auch Lebendfutter wie zum Beispiel kleine Mückenlarven oder Wasserflöhe gern annimmt. Auch  pflanzliche kost wie klein geschnittener Kopfsalat kann gelegentlich angeboten werden, dieser sollte allerdings vor der Verfütterung mit heißem Wasser abgebrüht worden sein.

Blutsalmler aus der Gattung der Salmlerartigen

Optisch äußerst ansprechender Aquarienbewohner

Nicht nur im Hinblick auf sein geselliges Sozialverhalten, sondern auch optisch kann der hübsche Fisch vom geschulten Auge leicht den Salmlerartigen zugeordnet werden. Sein gestreckter, seitlich stark abgeflachter Körper erreicht eine Länge von ca. 4cm, weibliche Tiere weisen meist einen etwas höheren Rücken und eine etwas blassere Färbung auf, weitere auffällige optische Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt es nicht.

Namensgebend ist seine intensiv rötlich-orange bis tief purpurrote Färbung. Diese betrifft den gesamten Körper des Blutsalmlers einschließlich weiter Teile seiner Flossen. Seine Rückenflosse ist allerdings schwarz mit weißer Basis und Spitze gefärbt. Die Afterflosse ist blutrot. Der typische schwarze, sichelförmige Schulterfleck, der manchmal auch nur einem vertikalen Strich ähnelt, kann bei adulten Tieren bis zur Unkenntlichkeit verblasst sein.

Wie wohnt der Blutsalmler?

Seine geduldete Temperaturspanne und seine Toleranz gegenüber sich ändernden Wasserparametern sind bemerkenswert. Man trifft ihn in seiner südamerikanischen Heimat sowohl in tropischen Gewässern von um die 30°C als auch in Regionen (Argentinien im Winter ist alles andere als tropisch) mit Wassertemperaturen von weit unter 10°C, man kann jedoch davon ausgehen, dass Temperaturen unter 20°C dem Wohlbefinden nicht zuträglich sind. Der pH-Wert in seinem Habitat beträgt meist saure (um 5,5) bis leicht alkalische (7,5) Werte.

Dunkler Bodengrund und eine dichte Aquarien-Bepflanzung bieten Schutz, schwächere Tiere können im Pflanzendickicht Zuflucht vor potenziell aggressiven Artgenossen finden. Jedoch muss dem lebhaften Schwimmer genügend Raum für körperliche Betätigung eingeräumt werden. Er hält sich hierfür bevorzugt in mittlerer Wasserhöhe auf. Die Wasserhärte sollte im mittleren Bereich liegen, hegt man Zuchtabsichten, wird, wie bei südamerikanischen Salmlern üblich, weiches und saures Wasser benötigt.

Ist der Fisch gesund, freut sich der Aquarianer!

Hervorstehende Augen, Vermehrung des Bauchumfanges, plötzlicher Farbverlust, unkoordinierte Schwimmbewegungen, weißliche Beläge am Körper oder auffällige Atmung können Warnhinweise auf ernsthafte Erkrankungen sein, es sollte umgehend ein fischkundiger Tierarzt hinzugezogen werden.

In menschlicher Obhut erreicht der prächtige Blutsalmler unter optimalen Haltungsbedingungen ein Alter von bis zu 6 Jahren.

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Riesengurami – Der Dickkopf aus Südostasien

Die zu den Barschverwandten gehörende Gattung der Riesenguramis ist in 4 Arten unterteilt. Der hier im Bildmaterial vorgestellte Osphronemus goramy ist mit bis zu 70cm Körperlänge der größte Vertreter. In der freien Natur findet man ihn auf Sumatra, Borneo und Java sowie auf der Malaiischen Halbinsel und im Stromgebiet der etwa 4900 Kilometer langen „Lebensader“ Südostasiens, dem Mekong,  in Thailand und Indochina. Erfreulicherweise gilt sein Bestand aktuell nicht als gefährdet (Rote Liste: „Least Concern“).



Fische atmen mit Kiemen…oder etwa doch nicht?

Riesenguramis gehören zu den sogenannten Labyrinthfischen, welche auch Kletterfische genannt werden. Kennzeichen und gleichzeitig Namensgeber dieser Unterordnung ist das Labyrinthorgan, dies ist paarig im Schädel angelegt und mit respiratorischer Schleimhaut ausgekleidet.

Diese Schleimhaut kann, anders als die Kiemenblättchen, nicht so leicht verkleben, ein Umstand, der bei ausschließlich kiemenatmenden Tieren schnell zum Ersticken, vor allen an Land, führt.

Das Labyrinthorgan befähigt diese Fische also, neben der üblichen Kiemenatmung, also dem Austausch von Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid zwischen dem Blut und dem umgebenden Wasser, auch atmosphärischen Sauerstoff zu atmen.

Diese Besonderheit ermöglicht es Labyrinthfischen, auch in sauerstoffarmen, warmen und stehenden Gewässern zu überleben oder eine Trockenperiode zu überbrücken. Allerdings sind nicht alle Labyrinthfische in ihrem natürlichen Habitat diesen Extrembedingungen ausgesetzt.

Eine Anekdote zu seinem wissenschaftlichen Namen

Da man ursprünglich davon ausging, dass die das Labyrinthorgan auskleidende Scheimhaut dem Riechen dient, sollte der Riesengurami eigentlich den wissenschaftlichen Namen Osphromenus erhalten, was so viel wie „Der Riecher“ bedeutet.

Allerdings unterlief dem französischen Zoologen und Ichthyologen (also Fischkundler) Bernard Germain Lacépède ein folgenschwerer Buchstabendreher, sodass der Riesengurami nun den Familiennamen Osphronemus trägt. Erst viel später stellte sich lustigerweise heraus, dass dieser Name im Grunde mehr Sinn ergibt als der ursprünglich angedachte. Osphronemus könnte man nämlich in etwa übersetzen mit [Fisch mit] Riechfäden. Man fand nämlich heraus, dass der Riesengurami mit Hilfe seiner langen Bauchflossenstrahlen aufgrund einer speziellen Innervation Nahrung am Boden „erschmecken“ kann.

Wie sehe ich aus?

Während die Jungtiere noch eine eher spitz zulaufende Gesichtsform aufweisen, zeichnet sich das Erscheinungsbild der adulten Riesenguramis durch den auffälligen Stirnbuckel sowie die stark wulstig ausgebideten Lippen aus. Apropos dicke Lippe: Selbige droht auch untereinander, wird den Bedürfnissen dieses stattlichen Fisches nicht genügend nachgekommen (siehe weiter unten im Text).

Brutpflege wird groß geschrieben

Männliche Riesenguramis bauen zur Eiablage (ein Gelege umfasst etwa 3000 bis 4000 ovale Eier von ca. 2,5 Millimeter Durchmesser) während der Fortpflanzungssaison Schaumnester. Dabei handelt es sich um ein Gemisch aus Luft und einem vom Fisch abgesonderten speziellen Sekret, die Konstruktion wird zumeist noch durch Pflanzenbestandteile verstärkt. Das fertige, kugelförmige Nest wird dann an Schwimmpflanzen befestigt und vom Milchner, also dem männlichen, geschlechtsreifen Tier, bis zum Schlupf der Jungtiere nach etwa 40 Stunden bewacht. Anschließend halten sich die Nachkommen noch bis zu 2 Wochen im Nest auf, bevor sie es verlassen und ihrer eigenen Wege schwimmen.

Wie halte ich einen Riesengurami

Aufgrund seiner stattlichen Größe eignet sich der Riesengurami nicht für die Haltung in einem gängigen Aquarium, jedoch findet man ihn häufig als Blickfang in Zoologischen Gärten. Seine Haltung ist nur ab einer Beckengröße von 2000 Litern oder in einem beheizten Teich möglich.

Er hält sich bevorzugt in oberer bis mittlerer Wasserhöhe auf.

Wirtschaftliche Bedeutung hat er zudem auch als Speisefisch in Südostasiens, Australien und Mittel- / Südamerika, weshalb er manchmal auch unter dem Namen Speisegurami geführt wird.

Leider wird wegen seiner weiter oben im Text beschriebenen Fähigkeit, auch atmosphärischen Sauerstoff zu atmen, selten auf eine gute Wasserqualität geachtet.

Dem Unterschied zwischen Anpassungsfähigkeit und Wohlbefinden wird hierbei keinerlei Rechnung getragen.

Da er tropischen Gefilden entstammt, sollte die Wassertemperatur nicht unter 26°C bis 30°C liegen.

Eine angemessene Bepflanzung trägt wie so oft entscheidend zum Wohlbefinden bei, kann jedoch nicht selten seinem Appetit zum Opfer fallen.

Beim Riesengurami handelt es sich um einen Allesfresser, allerdings nehmen juvenile Tiere zunächst ausschließlich tierische Kost zu sich und erweitern erst im Laufe des Heranwachsens ihr Nahrungsspektrum um pflanzliche Bestandteile.

Einzelgänger oder Vergesellschaftung?

Der Riesengurami ist in Südostasien anzutreffenEine Vergesellschaftung zu Beispiel mit größeren Barben und Schmerlen in einem entsprechend groß angelegten Becken ist grundsätzlich möglich, allerdings handelt es sich beim Riesengurami per se um einen einzelgängerisch lebenden Fisch, der anderen Fischen gegenüber auch ein nennenswertes Aggressionspotential an den Tag legen kann (kleinere Fische, sowie Frösche und Wirbellose stehen außerdem durchaus auf seinem Speiseplan).

Auch diese Tatsache, die einen enormen Stressfaktor birgt, wird bei seiner Haltung unter wirtschaftlichen Aspekten nicht genügend berücksichtigt.

In Zoologischen Gärten anzutreffende Gruppen stellen zumeist eine Haremshaltung dar, ein Männchen lebt also mit mehreren weiblichen Tieren zusammen.  

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Beilbauchsalmler – Der Überflieger aus Südamerika

Der Beilbauchsalmler lebt am oberen Rand

Etwas trockene Taxonomie zu Beginn, bevor wir uns den feuchtfröhlichen Fakten rund um einen spannenden und optisch sehr außergewöhnlichen Fisch zuwenden: Wie es sich für ein waschechtes Mitglied der Ordnung Salmlerartige (Characiformes) gehört, sind einige der zur Zeit insgesamt 9 beschriebenen Arten aus der Familie der Beilbauchsalmler überaus beliebte und populäre Aquarienpfleglinge.




Es wird vermutet, dass sich in den Gewässern des südamerikanischen Kontinents ( mit Ausnahme von Chile kommt er dort überall und außerdem im  mittelamerikanischen Panama vor) bislang noch unentdeckte Arten tummeln.

Nomen est omen

Wie der Beilbauchsalmler zu seinem deutschen Trivialnamen kam, wird schnell offensichtlich, wirft man einen Blick auf seine eigenwilligen Proportionen: Sein durchschnittlich 3-8cm Länge messender, seitlich stark abgeflachter Körper ähnelt am Bauch der bogenförmigen Schnittfläche eines Beiles, die Rückenlinie dagegen ist annähernd gerade.

Sein oberständiges Maul (dies bedeutet, dass der Unterkiefer länger ausgebildet ist als der Oberkiefer) lässt erahnen, dass er sich bevorzugt an der Wasseroberfläche aufhält. Dort ernährt er sich von ins Wasser gefallenen Insekten sowie deren Larven. Auch in menschlicher Obhut wird Lebendfutter Flockennahrung vorgezogen. Futterbestandteile, die absinken, werden vom Beilbauchsalmler nur in den oberen Wasserschichten verfolgt.

Entsprechend seinem bevorzugten Aufenthaltsort sollte die Wasseroberfläche mit einigen Schwimmpflanzen bestückt werden, in denen die Tiere Schutz finden.

Bis auf die Tatsache, dass das Weibchen in der Aufsicht ein wenig fülliger erscheint, weisen Beilbauchsalmler keinen auffallenden Geschlechtsdimorphismus auf, das bedeutet, männliche und weibliche Individuen sehen annähernd gleich aus.

Die hier gezeigten Bilder und Videos präsentieren den Silberbeilbauch-Salmler (Gasteropelecus sternicla). Dieser gehört zusammen mit dem Marmorierten Beilbauchsalmler und dem Gabelbeilbauchsalmler zu den am häufigsten im Aquaristik-Fachhandel angebotenen Vertretern.

Dieser hübsche Fisch, manchmal auch einfach kurz und prägnant Silberbeilbauch genannt, besitzt seitlich eine schwarze, schmale Längsbinde, welche von der Schulterpartie bis zur Schwanzwurzel verläuft. Sein Farbspektrum variiert von silbern – gräulich bis hin zu hell gelblich. Seine Flossen sind leicht transparent und nicht gefärbt, lediglich seine Rückenflosse kann ein dunkles Areal im vorderen Bereich aufweisen. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Brasilien bis in den nordöstlichen Teil Südamerikas, genauer gesagt bis nach Guyana und Surinam. Er kann eine Körperlänge von bis zu 6,5cm erreichen und wird damit etwas größer als die meisten anderen oft im Aquarium gehaltenen Beilbauchsalmler.

Der Beilbauchsalmler unter Strom:

Für den Beilbauchsalmler darf das Wasser eine gewisse Fließgeschwindigkeit vorweisen, denn die Tiere genießen es, an der Wasseroberfläche in der Strömung zu „stehen“

Sein Temperaturoptimum liegt bei etwa 24°C bis 28°C, das Wasser sollte eher weich sein und im schwach sauren Bereich der pH-Skala, also in etwa bei 6 liegen. Obwohl Beilbauchsalmler in puncto Wasserwerte einigermaßen anpassungsfähig sind, kommt dies den Bedingungen in ihrer ursprünglichen Heimat am nächsten.

Die Beilbauchsalmler leben im Rudel

Hoch hinaus:

Beilbauchsalmler sind exzellente Springer, ihre Aquarien müssen entsprechend gut abgedeckt werden. Selbst kleinste Schlupflöcher nutzt der flinke Fisch für unerwünschte „Ausflüge“, dabei ist er theoretisch in der Lage, über Distanzen von mehreren Metern (!) über die Wasseroberfläche segeln. Diese Besonderheit stellt in der Natur vermutlich ein Fluchtverhalten dar, etwa bei Bedrohung durch Fressfeinde.

Es empfiehlt sich aus diesem Grund auch, das Aquarienwasser um ca. ein Drittel abzusenken, damit bei Bedarf wenigstens kleinere Sprünge ermöglicht werden.  

Geselligkeit wird bei ihm groß geschrieben: Getreu dem Salmler-Motto „Gemeinsam sind wir stark“ sollte eine Gruppengröße 10 Individuen keinesfalls unterschreiten, da dies eine hohe Stressbelastung, verbunden mit höherer Krankheitsanfälligkeit, für die Tiere bedeutet.

Vergesellschaftet werden kann der friedliche Beilbauchsalmler beispielsweise mit Fischen, die  mittlere (wie der Rote Neon und viele andere Salmlerarten) oder untere (wie zum Beispiel Panzerwelse) Wasserschichten des Aquariums bewohnen.

Bei optimalen Haltungsbedingungen kann der lebhafte Fisch bis zu 5 Jahre alt werden.

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Roter Neon – Eine schillernde Persönlichkeit

Roter Neon im Aquarium

Der Rote Neon ist ein äußerst beliebter Süßwasserzierfisch aus der Ordnung der Salmlerartigen.

Jeder kennt ihn…aber wo kommt er eigentlich her?

In freier Natur kann man den bunten Exportschlager in Südamerika bewundern, genauer gesagt im Orinoco (dies ist der viertgrößte Fluss der Welt und der zweitgrößte Südamerikas) und im Rio Negro (der zweitgrößte Nebenfluss der Welt).   Soweit der geographische Exkurs.
Bei einer Vielzahl der im Aquarium gehaltenen Roten Neons handelt es sich tatsächlich um Wildfänge aus eben diesen Flüssen, aber auch Nachzuchten werden gehandelt.




In seiner Heimat hält er sich bevorzugt an schattigen Standorten auf, entsprechend sollte das Aquarium dicht bepflanzt und nicht zu kräftig beleuchtet sein. In dieser Umgebung kommen auch die herrlich irisierend blaue und die intensiv rote Längsbinde seitlich an seinem Körper voll zur Geltung.

Das kleine (seine maximale Körperlänge beträgt 5cm) Farbwunder sollte im Gesellschaftsbecken nur mit friedlichen Fischen zusammen gehalten werden, aber auch ein reines Artenbecken wird das Herz jedes Aquarianers höher schlagen lassen.

Für welche Variante man sich auch entscheidet:

Die Gruppengröße darf aufgrund des sehr ausgeprägten Schwarmverhaltens 10 Individuen keinesfalls unterschreiten.

Einen  auffälligen Geschlechtsdimorphismus (also einen deutlichen Unterschied im Erscheinungsbild zwischen männlichen und weiblichen Individuen) kann man nicht beobachten, meist sind die Weibchen jedoch etwas kräftiger gebaut.

Bevorzugte Wasserparameter und Nahrungsspektrum:

Sein Temperaturoptimum liegt bei 23° – 28°C. Mit einem pH zwischen 5 und 7,5 und einer Gesamthärte von 10 – 15 dH liegt man ebenfalls gut, bei zu hartem Wasser drohen gesundheitliche Probleme.

Der kleine Salmler ist ein Allesfresser, feines Flockenfutter / Frost- und Lebendfutter wie beispielsweise Mückenlarven nimmt er sehr gern an.

Auf gute Nachbarschaft:

Der Rote Neon bewohnt im Aquarium den mittleren und unteren Bereich des Wassers, eine Schwimmpflanzendecke sowie dunkler Bodengrund tragen entscheidend zum Wohlbefinden bei.

Die Vergesellschaftung mit Fischen, die andere Wasserschichten bewohnen, bietet sich an. In Frage hierfür beispielsweise bodenbewohnende Panzerwelse  an oder auch Beilbauchsalmler, die vorzugsweise in Oberflächennähe hausen.

So klappt`s mit dem Nachwuchs:

Die Nachzucht dieses schillernden Fisches ist ziemlich anspruchsvoll.

Er benötigt hierfür sehr saures, weiches Wasser.

In einem abgedunkelten (ein Roter Neon ist ein Dämmerungslaicher) müssen feingliedrige Pflanzen (er ist außerdem ein Freilaicher, dies sind Fische, die ihre Gameten, also Keimzellen zur Befruchtung in das freie Wasser oder auch in Pflanzen abgeben und keine Brutpflege betreiben) zur Eiablage zur Verfügung gestellt werden.

Roter Neon aus der Gruppe der salmartigen Fische

Auch Fische müssen mal zum Arzt…

Mögliche Krankheitsanzeichen sind – wie bei den meisten anderen Fischen auch – weißliche Beläge auf der Körperoberfläche, abstehende Kiemendeckel, pumpende Atmung, ausgefranste Flossen, Wirbelsäulenverkrümmung oder Bauchwassersucht. Einige dieser Symptome können hinweisend sein auf die sogenannte Neonkrankheit. Aber auch Abmagerung, Absonderung vom Schwarm, ungewohnte Bewegungsabläufe oder Verlust der Farbintensität sind Alarmsignale. Vor allem parasitäre Erkrankungen kann man, bei rechtzeitigem Eingreifen unter Zuhilfenahme eines fachkundigen Tierarztes, oftmals erstaunlich gut in den Griff bekommen.

Natürlich gilt wie immer auch hier: Vorsorge durch Optimierung der Haltungsbedingungen ist und bleibt die beste Medizin.

Das perfekte Fische für Rote Neons

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Fünfgürtelbarben – Gestreifte Gründler

Fünfgürtelbarbe im Aquarium

Bei der Fünfgürtelbarbe (vergleiche auch Flussbarbe) handelt es sich um einen etwa 5cm langen Süßwasser-Zierfisch, dessen Körper eine bräunliche Grundfarbe und 5 senkrechte, schwarze Streifen („Gürtel“) aufweist.

Wie bei Fischen häufiger zu beobachten, ist das Männchen im Allgemeinen etwas kleiner als das rundlichere Weibchen, dafür aber etwas intensiver gefärbt, vor allem die Flossen besitzen eine kräftigere Rotfärbung.




Die Farbintensität korreliert offenbar auch mit dem Stresspegel: Bei dauerhafter Blässe sollte man Ursachenforschung betreiben. Ein zu kleiner Schwarm, ungeeignete Gesellschaft, ungünstige Wasserparameter, zu wenig Versteckmöglichkeiten, aber auch falsche, beziehungsweise zu einseitige Ernährung können Auslöser für mangelndes Wohlbefinden sein.

Der ursprüngliche Lebensraum der Fünfgürtelbarbe sind die tropischen Gewässer Südostasiens, vorzugsweise halten sie sich dort in dicht bepflanzten Ufergebieten auf.

Als typische Vertreter der Familie der Karpfenfische durchwühlen sie auf der Suche nach Nahrung den Boden. Dieses Verhalten bezeichnet man als Gründeln (vergleiche auch Koi).

Entsprechend bewohnt die Fünfgürtelbarbe hauptsächlich den unteren Bereich des Aquariums, welches einen weichen, feinkörnigen Untergrund, Pflanzendickicht und Wurzeln zum Verstecken bieten sollte.

Barbus pentazona, so der wissenschaftliche Name, erreicht in menschlicher Obhut ein Alter von etwa 3 – 5 Jahren.

Als Schwarmfisch sollte die Gruppengröße mindestens 10 Individuen zählen, eine Aquariengröße von 80l sollte wegen des durchaus ausgeprägten Bewegungsdrangs nicht unterschritten werden.

Der Fünfgürtelbarbe im Schwarm

Klares, gut gefiltertes, weiches Wasser (bis 7°, auf jeden Fall aber < 12° DH Gesamthärte, < 10° Karbonathärte) mit einer Temperatur von ca. 24°C und einem leicht sauren pH von 6,5 (Torffilterung) stellen gute Bedingungen für diesen Fisch dar.

Auf Schwankungen der Wasserqualität reagiert die Fünfgürtelbarbe sehr empfindlich. Da sie ruhige Gewässer bevorzugt, kann auf eine Strömungspumpe verzichtet werden.

Im Gegensatz zu ihrer nahen Verwandten, der Sumatrabarbe (diese beknabbert hin und wieder gern die Flossen ihrer Mitbewohner), ist die Fünfgürtelbarbe ein umgänglicher, etwas scheuer Vertreter der Gürtelbarben und somit durchaus fürs Gesellschaftsbecken geeignet, Schmerlen sind beispielsweise gute Gefährten.

Der Fünfgürtelbarbe im Schwarm

Obwohl die Fünfgürtelbarbe ein Allesfresser ist, bevorzugt sie Lebendfutter (z.B. Artemia oder Pulex), aber auch Flockenfutter und pflanzliche Kost werden angenommen. Die Nachzucht stellt sich verhältnismäßig anspruchsvoll dar. Zunächst gilt es, im Gesellschaftsbecken ein geeignetes Pärchen auszuwählen.

Das Wasser im Zuchtbecken, in welches das Pärchen zu Beginn der Balz verbracht wird, muss mit mindestens 28°C deutlich wärmer sein als das des Gesellschaftsbeckens.

Es sollten sehr hohe Wasserpflanzen (bis zur Wasseroberfläche reichend) vorhanden sein, da das Weibchen seine Eier im oberen Bereich der Pflanzen ablegt.

Als Freilaicher betreibt die Fünfgürtelbarbe keine Brutpflege, sondern die Eltern müssen im Gegenteil nach dem Ablaichen zeitnah aus dem Zuchtbecken entfernt werden, da es sich um Laichräuber handelt, sprich, sie haben ihre eigenen Eier zum Fressen gern..

Nach etwas 2 Tagen schlüpfen die Nachkommen. In den ersten 5 – 6 Lebenstagen verzehren sie zunächst ihren Dottersack, um sich dann frei schwimmend auf Nahrungssuche zu begeben. Hierfür eignet sich zunächst feinstes Plankton, später erweitert man das Nahrungsspektrum z.b. um Artemia-Nauplien.

Es empfehlen sich anfangs tägliche Teilwasserwechsel, da die Jungtiere, noch mehr als die Adulten, auf reichlich Frischwasserzufuhr angewiesen sind. Ohne genügend Frischwasser ist mit großen Verlusten zu rechnen.

Zum Abschluss noch eine Geschenkidee für alle die Barben lieben:

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